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PolarNEWS / Polare Welten CH-2017/18

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ZWISCHEN DEN POLEN // DER SÜDEN AM ÄQUATOR ////////////////////////////////////////////////////////////////////////////// WER IN DIE POLAREN GEBIETE REIST, INTERESSIERT SICH FÜR AUSSERGEWÖHNLICHE LANDSCHAFTEN UND UNVERGLEICHLICHE NATUR IN DEN EXTREMZONEN UNSERES GLOBUS. ABER WAS LIEGT ZWISCHEN DEN POLEN? Der Äquator! Und der ist, wenn man das so sagen darf, ein genauso spannendes Extrem wie die Pole auf der gegenüberliegenden Seite des Spektrums. Heiss, feucht, vielfältig – und wie die polaren Gegenden atemberaubend. Zum Beispiel die Galápagos-Inseln. Mitten im Pazifischen Ozean 1000 Kilometer von der Festlandküste Ecuadors entfernt, konnte sich die Tierwelt auf dem 130 Inseln umfassenden Vulkan- Archipel über Jahrmillionen ungestört entwickeln. Fast die Hälfte aller hier lebenden Spezies sind ausschliesslich auf den Galápagos-Inseln anzutreffen, Biologen sagen dazu endemisch. Berühmt ist die Galápagos-Riesenschildkröte, die 1,3 Meter lang, fast 300 Kilo schwer und 150 Jahre alt wird. Oder die Meerechse, die im Wasser Seetang grast und aussieht wie ein Miniatur- Dinosaurier. Des weiteren 149 Vogel- und 200 Käfer-Arten. Und natürlich die Darwin-Finken. Sie haben ihren Namen vom englischen Naturforscher Charles Darwin, der unter anderem während der Beobachtung genau dieser Vögel bei seinem Besuch der Inseln 1835 seine bahnbrechende Evolutionstheorie entwickelte: Alle heute lebenden Spezies haben einen gemeinsamen Ursprung in längst vergangenen Zeiten. Damals wurde Darwin für seine Ideen ausgelacht. Heute wissen wir, dass er Recht hatte. Und sehen als Besucher diese buchstäblich einzigartige Tierwelt mit ganz anderen Augen: Eine Arche Noah der Tierwelt, in der mittlerweile auch Menschen in kleinen Dörfern leben. Zwischen den Inseln kreuzen Reisende übrigens mit der Motorkatamaran-Yacht. Alleine diese Fahrt ist, wie man so schön sagt, eine Reise wert. Und wer nach der Arche trotzdem Lust auf Eis verspürt, dem sei ein Besuch des Chimborazo- Nationalparks in Ecuador empfohlen: Dort steht der gleichnamige Vulkan, mit 6310 Metern der höchste Berg Ecuadors, mit ganzjährig verschneiter Spitze. EINE ANDERE ART VON ARCHE NOAH IST DER AMAZONAS beziehungsweise das fast 6 Millionen Quadratkilometer grosse Einzugsgebiet des gleichnamigen Stroms. Eine Reise mit dem Schiff diesen Fluss hinauf führt durch das grösste Regenwaldgebiet der Welt: Im heissfeuchten Klima gedeiht eine üppige, artenreiche Dschungelvegetation, die wiederum Lebensraum bietet für die weltweit grösste Artenvielfalt im Tierreich. Noch immer entdecken Forscher in diesem undurchdringlichen Dickicht neue Tier- und Pflanzenarten. Wir schlagen eine Schiffreise von Manaus nach Tabatinga vor (oder in umgekehrtem Verlauf), sprich von der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaats Amazonas bis in das abgelegene Städtchen am Rand des Bundesstaats, das nur per Schiff zu erreichen ist. Vom Deck aus können die Gäste den Urwald in immer wieder neuen Facetten hautnah erleben – im Fluss selbst leben sogar rosarote Delphine.

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