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PolarNEWS Magazin - 8

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Axpo Suisse AG: Eine

Axpo Suisse AG: Eine Tochtergesellschaft der NOK, CKW und EGL Wir schnüren Energiepakete, die den Namen verdienen. Warum Sie jetzt von der Axpo Suisse AG Ihren Stromeinkauf überprüfen lassen sollten: Weil Sie von unserem energiewirtschaftlichen Wissen profitieren. Weil Sie sich damit umfassende Energieberatung, Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Innovationsgeist sichern. Weil Sie sich ökonomisch und ökologisch nicht länger mit weniger zufrieden geben. Und natürlich: weil Sie bei uns gut aufgehoben sind. www.axposuisse.ch Axpo Suisse AG – Ihr Energiepaket: Business Support Beratung Dienstleistungen Strom pur Axpo Suisse AG, Weststrasse 50, CH-8036 Zürich, Tel. +41 44 456 38 00, axposuisse@axpo.ch 175 VON UNSEREN 10 000 OUTDOOR-PRODUKTEN Ob Barryvox, Thermosflasche oder Schneeschuhe – mit Hilfe unserer reiseerfahrenen Mitarbeiter findest du bei Transa garantiert das richtige Produkt für dein Abenteuer. Transa – das ist Beratung multipliziert mit 10 000 Outdoor-Produkten der weltbesten Ausrüstungs- und Bekleidungshersteller. 46 Polar NEWS Transa Travel & Outdoor-Läden findest du in Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Winterthur, Zürich – www.transa.ch

Der Walfriedhof von Janrakynnot: Traurige Überreste von der Zeit der intensiven Jagd auf Grauwale in den 1980er-Jahren. Grauwal, der hier auf Nahrungssuche ist. Wir begleiten den gigantischen Meeres - säuger eine Zeitlang. Mehrfach macht er uns die Freude, mit hochgestellter Fluke abzutauchen – zur Freude aller Reisenden posiert er quasi für das klassische Wal-Bild. Dann meldet unser Bärenspezialist Nikita über die Bordsprechanlage «Eisbär voraus!» Bald können wir den stattlichen weissen Mutz auch ohne Fernglas auf einer grösseren Eisscholle erkennen. Doch ob - wohl er mit dem Verzehr einer erbeuteten Robbe beschäftigt ist, flüchtet er ins Wasser, als sich das Schiff ihm nähert. Uns bleibt keine Zeit, dem Eisbären nachzutrauern, denn schon kurz darauf werden von der Brücke Walrosse gesichtet. Um diese nicht auch noch mit unserem Schiff zu verscheuchen, beschliesst der Expeditions - leiter kurzerhand, die Zodiaks zu wassern, damit wir uns ihnen etwas unauffälliger nähern können. Was für ein Anblick: Bei strahlendem Sonnenschein dösen etwa 60 Walrosse auf einer Eisscholle vor sich hin und geben schnarrende Laute von sich. Die Kolosse lassen sich nicht von uns stören: Wir stellen deshalb die Motoren der Zodiaks ab und paddeln noch näher an die Kolonie heran. Ich bin so fasziniert von diesem Anblick, dass ich noch Tage später spätnachts wach in meinem Bett liege und an die Walrosse der Wrangel-Insel denke. Polar NEWS Und als ob allein dieses Erlebnis nicht schon gereicht hätte, unternehmen wir noch vor dem Abendessen eine weitere Zodiakfahrt zu einem Vogelfelsen. Ein lautes Durcheinander von Dreizehenmöwen, Dickschnabel- und Trottellummen, Papa - geien tauchern, Taubenteisten, Kormoranen und Kragenenten. Wie die sich wohl in diesem Gewirr zurechtfinden? Karges Forscherleben Das klare Wetter von gestern Abend ist über Nacht wieder dem typischen arktischen Meer dunst gewichen. Wir liegen heute Morgen vor Doubtful Harbour, einer ehemaligen Rentierzüchter- und Jägersiedlung. Heute ist die Gegend ein Teil des Na - tionalparks: Flora und Fauna sind geschützt, die einzigen Menschen hier sind Forscher und Parkranger. Da wir unsere vier russischen Begleiter – Park ranger – und den Eisbärenforscher Nikita sowieso hier absetzen müssen, verbindet der Expeditionsleiter diesen Stopp gleich mit einer weiteren – und letzten – Anlandung auf der Wrangel-Insel. Am Strand angekommen, erklärt uns Nikita, der hier seit 15 Jahren forscht und sozusagen zu Hause ist, dass man die Hinter lassen - schaften einer in seinen Augen verfehlten Arktis-Industrialisierungspolitik als Mahn - mal für die Zukunft bewahren will: Er führt er uns durch den kleinen Ort, der aus vielen verlassenen Häusern besteht. Wir sehen verrostete Bagger, Baumaschinen, Motoren und Hunderte von in der Landschaft verstreuten Fässern, in welchen einst der Treibstoff geliefert wurde. Ich besichtige die Häusser auch von innen, um mir ein Bild vom hiesigen Forscherleben zu machen. Dieses mag zwar spannend sein. Doch man muss dafür natürlich auf viele Bequemlichkeiten verzichten – sicher nicht jedermanns Sache... Beim Spaziergang durchs Dorf machen wir eine grandiose Entdeckung: Wir finden den Backen- und Stosszahn eines Zwergmammuts, das hier vor 4000 Jahren gestorben ist. Leider wird es nun Zeit, der Wrangel-Insel den Rücken zu kehren und wieder das sibirische Festland anzusteuern, denn in den nächsten drei Tagen liegen noch viele Seemeilen Fahrt vor uns. Zurück an Bord, verabschiedet sich die arktische Insel auf die bestmögliche Weise: Wir entdecken gleich vier Eisbären auf den Schollen. Die Insel trägt ihren Ruf als «Tummelplatz der Eisbären» zu Recht! Mehr als zehn dieser Tiere haben wir während der letzten drei Tage zu Gesicht bekommen. Adieu, Wrangel-Insel! Unser Schiff bahnt sich seinen Weg in Richtung Süden. Dabei müssen wir durch grosse, schwere Schollen aus mehrjährigem Packeis fahren. Der » 47

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