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PolarNEWS Magazin - 7

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Jørn Hurum vom

Jørn Hurum vom Naturhistorischen Museum Oslo macht sich für den Einsatz bereit. Er leitete die Ausgrabungen der Versteinerungen. Nahrung suchten – nicht ahnend, dass ihre Abdrücke, die sie im weichen Sand eines Deltas hinterliessen, heute die nördlichsten Dinosaurierspuren Europas sind. Allerdings lässt die enorme Grösse dieser Fussspuren (einige waren 68 Zentimeter lang und 60 Zentimeter breit) etliche Fachleute daran zweifeln, ob es sich tatsächlich um den Iguanodon, oder vielleicht doch eher um einen Theropoden gehandelt haben könnte, also einen Fleisch fressenden Saurier, der sich auf zwei Beinen fortbewegte (diejenigen, vor denen man im Dinosaurier-Film am meisten Angst bekommt). Wie auch immer der Gelehrtenzwist enden wird – die Spurenplatte von Festningen fiel leider der Erosion zum Opfer und stürzte vor etlichen Jahren ins Meer... Es gibt noch viel zu tun Bis hierher ist bereits eine stattliche Anzahl Echsen aus der Ahnengalerie der Dino saurier an uns vorbeigezogen, und man beginnt zu verstehen, dass die Paläonto logen der zukünftigen Dino-Forschung in Spitzbergen mit Freude und grosser Neugierde entgegenfiebern. Denn die Feldarbeiten von Jørn Hurum und seinem Team in den beiden vergangenen Polarsommern zeitigten noch einen ganz angenehmen Nebeneffekt: Die Forscher entdeckten gleich noch etliche weitere Saurier in der gleichen Gegend. Hurum ist begeistert: «Insgesamt haben wir aus dieser Region die GPS-Koordinaten von weiteren 40 Skeletten verschiedener Meeresreptilien geortet. Die Arbeit wird uns also noch viele Jahre lang nicht ausgehen!» Weshalb gerade dieses Gebiet im Isfjord derart grosse Saurierfriedhöfe aufweist, ist den norwegischen Forschern bisher ein Rätsel. «Wir wissen es noch nicht», meint Jørn Hurum gegenüber PolarNEWS. «Viel - versprechend ist, dass sich diese Gesteins - schicht mit den vielen Reptilien vom Diabasodden nach Osten quer über die Hauptinsel Spitzbergen bis zur Aghardbukta erstreckt.» Dies ist immerhin eine Strecke von 60 Kilometern Luftlinie, da könnte sich allerhand unter dem Tundraboden verste - cken. «Das ist äusserst faszinierend», sinniert Jørn Hurum, «wenn man bedenkt, dass genau in diesem Moment irgendwo dort oben über tausend solcher Saurierskelette auswittern...» Aber warum finden sich so viele versteinerte Skelette just hier am Isfjord in dieser Art von Gesteinsschicht? Forscher Hurum verrät: «Wir haben da eine Theorie: Es könnte mit günstigen Veränderungen der Boden - chemie im sauerstoffarmen Faulschlamm zu tun haben, in den die Urechsen gefallen sind. Auf jeden Fall werden wir im kommenden Juli ein Auge auf diese Frage - stellung werfen.» Ein «Kollege» aus Mexiko Wenn die Saurierforscher bald wieder nach Spitzbergen aufbrechen, um ihre Suche fortzusetzen, müssen sie sich gegen die Unbill » Rekonstruktion des Pliosaurier-Gerippes: Rot markiert sind diejenigen Knochen, die an der Fundstelle ausgegraben werden konnten. 44 Polar NEWS

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