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Schon bevor der Königspinguin eintaucht, entscheidet er, ob er einen Erkundungs-Tauchgang machen oder auf Beutefang gehen wird. Je nach dem ist die Tauchtiefe verschieden. Und entsprechend variiert der Meisterschwimmer seinen Ein- und Abtauchwinkel. Beutetieres. Königspinguine können aber nicht nur sehr tief, sondern mit bis zu über 8 Minuten Dauer auch relativ lange tauchen. Dabei gilt: je tiefer ein Tauchgang, um so länger dauert er. Überraschenderweise sind die an einen langen Tauchgang anschliessenden Erholungszeiten an der Oberfläche ziemlich kurz und dauern selten länger als 2 Minuten. So können die Königspinguine innerhalb von einer Stunde bis zu sechs tiefe Tauchgänge durchführen. Er weiss es im Voraus Nur eine Reihe von physiologischen Anpassungen erlaubt es den Pinguinen, so lange, so oft und so tief zu tauchen. Zum einen ist es ihr Vermögen, viel Sauerstoff im Blut und im Gewebe zu speichern. Zum anderen reduzieren die Könisgpinguine während eines Tauchgangs ihre Herzschlagrate und beschränken den Blutkreislauf auf lebenswichtige Organe. Die Beziehung zwischen der Dauer und der Tiefe eines Tauchgangs ist ein erster Hinweis darauf, dass Pinguine vor jedem Tauchgang komplexe Entscheidungen treffen müssen. Denn die maximale Tauchtiefe ist nicht nur von der Tauchdauer abhängig, sondern auch von der Abtauchgeschwindigkeit. Diese bleibt aber wie erwähnt konstant. Deshalb reguliert der Kaiserpinguin seine Tauchgänge ausschliesslich über den Tauchwinkel. Das Polar NEWS genau abzuschätzen und sich entsprechend darauf einzustellen? Die Antwort lautet: Ja! Das beweisen die Tauchdaten. So konnte bei Königspinguinen von den Falkland-Inseln nachgewiesen werden, dass die Art und Weise, wie ein Tauchgang durchgeführt wird, von der jeweiligen Verteilung der Beutetiere abhängt. Bei der Analyse von Tauchdaten kann man drei verschiedene Tauchmuster unterscheiden: V-förmige Tauchgänge, die lediglich der Erkundung dienen und selten tiefer als 50 Meter sind. Des weitern U-förmige Tauchgänge, bei denen die Pinguine bis auf eine bestimmte Tiefe abtauchen und dann für einiheisst, je tiefer ein Tauchgang, um so steiler taucht der Pinguin ab. Das scheint logisch und wenig spektakulär. Doch die Wahl des Abtauchwinkels bedeutet, dass Pinguine bereits vor einem Tauchgang entscheiden, wie tief sie tauchen werden. Sogar die im Blut und im Gewebe gespeicherte Sauerstoffmenge wird entsprechend reguliert. Mehr noch: Untersuchungen mit einem Schnabelsensor haben ergeben, dass die Anzahl der Atemzüge vor jedem Tauchgang von der Anzahl der Beutetiere, die im nächsten Tauchgang erbeutet werden, abhängt. Ist es den Pinguinen wirklich möglich, ihren Fangerfolg im Voraus ziemlich Klein, aber oho: der Fahrtenschreiber erfasst verschiedenste Daten und speichert sie auf einem Chip, den die Forscher später im Computer einlesen. 25

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