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PolarNEWS Magazin - 3

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Zurück im Lager,

Zurück im Lager, schiessen wir zwar das obligate Gruppenfoto mit allen Fluggästen, aber Siegestaumel kommt nicht auf. Bikinigirls im Eis Wir werden mit der nächsten Maschine zurück nach Longyearbyen fliegen. Bis dahin beobachten wir zum Trost das Leben im russischen Eiscamp. Etwa 20 Russen arbeiten hier. Piloten, Mechaniker, Meteorologen, Küchenpersonal und ein Funker leben während fünf bis sechs Wochen hier auf dem Eis. Treffpunkt des Camps ist das Haupt- oder Verpflegungszelt. Zum gemeinsamen Mittagessen trifft man sich um 13 Uhr im überheizten Hauptzelt. Alle nehmen Platz, mit Blick in die gleiche Richtung: Zum Essen werden auf der grossen Leinwand Filme gezeigt. Deren Inhalt ist immer derselbe, passend zu unserem Standort – Bikinigirls in Hawaii oder Florida... Nach 45 Minuten ist der Film zu Ende, die Mittagspause auch. Alle begeben sich wieder an ihre Arbeit. Ein Mann ist ständig damit beschäftigt, die Landebahn freizuhalten. So schiebt er mit einem Bulldozer den ganzen Tag Schnee hin und her. Nach einer Nacht, diesmal in einem geheizten Zelt, können wir im Laufe des folgenden Tages zurück nach Longyearbyen fliegen. Als die Antonov nach langen Stunden des Wartens mit lautem Getöse angeflogen kommt, rennen alle aufgeregt und gestikulierend aus den Zelten. Drei Mann in schwarzen Overalls gekleidet markieren mit ausgestreckten Armen den Anfang der Piste, ein vierter brennt eine Rauchpetarde ab. So kann der Pilot den Pistenanfang und die Windrichtung erkennen. Schon sehen wir das Flugzeug, das bei schwierigen Sichtverhältnissen und diffusem Licht zur Landung ansetzt. Das Flugzeug wird beladen, auch Abfälle werden zur Entsorgung zurückgeflogen. Alles ist gut verstaut und gesichert, der noch freie Platz wird mit leeren Treibstofffässern aufgefüllt. Kurz nach dem Start beginnt es im Laderaum zu rumoren. Durch den abfallenden Druck im Flugzeug blähen sich die Fässer auf, und das «geschmackvolle» Innenleben derselben verteilt sich im Passagierraum. Zum guten Glück ist das ein Nichtraucherflug, schiesst mit durch den Kopf. Nach zweieinhalb Stunden Flug kommen wir schliesslich unversehrt in Longyearbyen an. Unverhofft am TV Mit grosser Mühe bekommen wir im ausverkauften Longyaerbyen noch ein Zimmer. Noch drei Tage bleiben wir hier, schliesslich haben wir jetzt sehr viel Zeit. Im Guesthouse Nybien treffen wir beim Frühstück Markus Storrer und Martin Schilt vom Schweizer Fernsehen, die für eine Sendung Filmaufnahmen machen. Das Thema: Träume. Die Moderatorin Mona Vetsch möchte sich ihren Traum erfüllen und einmal Eisbären in freier Natur sehen. Kurz vor unserem Rückflug geben wir Mona vor laufender Kamera zu unserem gescheiterten Traum ein kleines Interview. Doch die Zeit drängt, unser Flug nach Oslo geht in 90 Minuten. Wir wünschen Mona zum Abschied alles Gute und dass sie viele Eisbären sehen wird. Wie wir später erfahren, ging auch Monas Traum nicht in Erfüllung. Für uns war diese zu kurz geratene Expedition ein tolles Erlebnis, auch wenn wir nicht mit eigenen Füssen auf dem Nordpol standen. Wir haben viel aus unserem Schaden gelernt und wissen jetzt, was wir beim nächsten Mal anders machen müssen. Denn immerhin: Wir beabsichtigen, die Expedition in ein bis zwei Jahren zu wiederholen. Der Helikopter MN-8 ist startklar. Wegen des schlechten Wetters konnte er nicht am Nordpol landen. (oben) Was soll man denn hier schon tun, wenn der Film zu Ende ist? Rosamaria legt sich im Gemeinschaftszelt eine Runde hin. (Mitte) Mittagessen auf Russisch: roher Knoblauch und trockene Keckse. Ob die kälteresistent machen, weiss niemand. (unten) Nach dem Helikopter-Flug mit missglückter Landung versammeln sich alle Insassen zum Siegerbild mit Fahnen: China, Amerika, Indien und die Flagge des Zuger Baumeisters Hodel. Rosamaria steht ganz rechts. Ich helfe die China-Fahne halten. 30 Polar NEWS

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