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PolarNEWS Magazin - 26 - D

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Serie Vergessene Helden

Serie Vergessene Helden Teil XXII Der (fast) Verhinderte Sein ganzes Leben lang war der Schweizer Ferdinand Hassler, geboren am 7. Oktober 1770 in Aarau als einziger Sohn einer Uhrmacherfamilie, auf Mission: Er wollte die einen Handelskrieg – Hassler musste warten. Erst vier Jahre später schickte ihn der neue US-Präsident James Madison mitsamt Familie nach London, um die für seine Welt vermessen. Oder etwas bescheidener: Arbeit benötigten Apparaturen erst die Schweiz und dann Amerika. Aber es dauerte drei Kriege und mehrere Umwege, bis er endlich mit der Arbeit anfangen konnte. Und das kam so: Auf Wunsch seines Vaters studierte Ferdinand die Jurisprudenz in Bern. Aber dort lernte er den deutschen Mathematik- und Astrologieprofessor Georg Tralles kennen, die beiden wurde Freunde und fingen 1798 auf eigene Faust und Kosten an, den Kanton Bern trigonometrisch zu vermessen. Denn damals waren Landkarten ganz allgemein sehr ungenau, und die neue Technik der aneinandergereihten Dreiecke ermöglichte einen ungeahnten Grad an Präzision. Doch im Frühling desselben Jahres marschierten die französischen Revolutionstruppen in Bern ein, die Arbeit der beiden wurde vorerst auf Eis gelegt und später vom französischen Ferdinand Rudolph Hassler (1770–1843). einzukaufen. Doch kaum in London angekommen, erklärte Amerika England den Krieg – Hassler kam schon wieder ein Krieg in die Quere, er sass vier lange Jahre in London fest. Und nachdem er im Oktober 1816 endlich seine erste Basislinie in New Jersey vermessen konnte, dauerte es keine fünf Monate, bis der Kongress beschloss, Hassler das Projekt Küstenvermessung wieder zu entziehen: Niemand hatte begriffen, was Hassler da mit konstruierten Dreiecken anstellte. Der Auftrag, die Küste zu vermessen, wurde dem Militär übertragen. Doch das unternahm – nichts. Es gab nicht mal einen Chef dieser Behörde. Erneut enttäuscht, zog sich Hassler für die nächsten sechs Jahre auf eine Farm in der Wildnis an der kanadischen Grenze zurück, bis ihn seine Frau Marianne mit sieben Kindern sitzen liess. Ferdinand Kriegsminister an die französischen Fachkräfte delegiert. Tralles legte seine Professur nieder und verzog sich nach Deutschland. Hassler arbeitete als Schaffner, Advokat und Staatsanwalt, wanderte aber 1805 mitsamt Familie aus nach Amerika, genauer nach Philadelphia und dann nach New York, bitter enttäuscht von der politischen Lage zu Hause und dem Undank der Schweizer Regierung. Hassler galt, das nebenbei, zeitlebens als aufbrausendes Naturell und als nicht kompromissfähig. Gleichzeitig aber, das muss auch gesagt sein, schätzte man seine Unbestechlichkeit und seine Hingabe an die Arbeit. Nach dem gescheiterten Versuch, in Philadelphia eine Schweizer Kolonie aufzubauen, wurde Hassler Dozent an der Militärakademie West Point, New York, und machte sich mit Vorträgen vor der Philosophischen Gesellschaft einflussreiche Freunde. Denen legte er nahe, beim US-Präsidenten Thomas Jefferson ein gutes Wort für ihn einzulegen: Denn auch von den Küsten des noch jungen Landes existierten nur sehr ungenaue, handgezeichnete Karten, was eine immense Gefahr für die florierende Schifffahrt darstellte. Hassler empfahl, eine staatliche Kommission zu gründen, die exakte Karten der Küsten erstellte – selbstverständlich mit ihm als deren Chef. Tatsächlich beschlossen Senat und Repräsentantenhaus nur 16 Monate nach Hasslers Ankunft in Amerika, präzise Karten zu erstellen, und riefen den Survey of the Coast ins Leben – am 21. Juli 1807 wurde ging mit den Kindern nach New York zurück und verbrachte weitere neun Jahre als Lehrer und Zollbeamter. Doch dann, endlich und mittlerweile unverhofft, beschloss der Kongress die Wiederaufnahme der Küstenvermessung. Hassler als alter und neuer Chef des Survey of the Coast erhielt jede erdenkliche Unterstützung: 90 Mitarbeiter, 14 Theodoliten, 15 Sextanten, 20 Schiffe, 50 Zelte, 20 Messtische, 3000 Dollar Jahresgehalt plus 1500 Dollar Unkosten und noch vieles mehr. Ferdinand Hassler, inzwischen 62, konnte endlich seinen Traum verwirklichen. Zehn Jahre lang arbeitete er akribisch und ausdauernd. Er vermass 1200 Triangulationspunkte auf einer Fläche von fast 9000 Quadratmeilen sowie 1600 Kilometer Ostküste und erstellte mehr als 200 überaus präzise Land- und Seekarten. Am 17. November 1843 geriet er in einen Hagelsturm und starb drei Tage später an schwerem Fieber. Was Hasslers Engagement mit polaren Gebieten zu tun hat? Ganz einfach: Die Behörde Survey of the Coast wurde 1878 in Coast and Geodetic Survey umbenannt. Diese wurde 1970 als National Geodetic Survey in die National Oceanic and Atmospheric Administration integriert, Kurzform NOAA. Und diese wiederum ist von Staates wegen für die amerikanische Forschung in den polaren Gebieten, insbesondere der Arktis zuständig... Heute trägt eines der NOAA-Schiffe Ferdinand Hasslers Namen. Hassler zu dessen Chef ernannt. Doch noch bevor Hassler seine Arbeit aufnehmen konnte, begannen die USA mit England und Frankreich Greta Paulsdottir 22 PolarNEWS

Rubriktitel Vertreter der PolarNews-Crew sind an den Ferienmessen am eigenen Stand live vor Ort. PolarNEWS an den Ferienmessen Im Herbst und Frühling ist es wieder soweit: Dann ist wieder Ferienmessen-Saison. Reiseveranstalter aus der ganzen Welt präsentieren ihre Angebote. Abenteuerlustige können an den wichtigsten Ferienmessen in Deutschland und Österreich auch am Stand von PolarNEWS Ferienluft schnuppern. hug. Alle lieben Ferien und Reisen. Und wer sich früh genug informieren und planen will, führt sich die ganze Angebotspalette verschiedener Anbieter zu Gemüte. Auf diese Weise garantiert man sich im voraus ein unvergessliches Urlaubserlebnis. Ob Golfen, Wandern, Surfen oder baden und relaxen. Ja warum nicht mal ein berauschendes Trekking oder eine abenteuerliche Reise in unberührte Gebiete? Vielleicht auch nur mal schnuppern, was es so gibt... Die Ferienmessen inspirieren die Besucher. Auch PolarNEWS wird im Herbst dieses Jahres und im Frühling nächsten Jahres an den wichtigsten Ferienmessen Deutschlands wieder mit einem Stand vertreten sein. Wir bieten Ihnen vor Ort die Möglichkeit, sich über unserer Reisen ausführlich zu informieren. Hier ist PolarNEWS dabei Wien: Ferienmesse Wien 11. bis 14. Januar 2018 Stuttgart: CMT Kreuzfahrten & Seereisen 18. bis 21. Januar 2018 Hannover: abf Reisen & Urlaub 1. bis 4. Februar 2018 Hamburg: Reisen Hamburg 7. bis 11. Februar 2018 München: f.re.e. 2018 21. bis 25. Februar 2018 Weitere Informationen zu den Messen unter www.polar-reisen.de PolarNEWS 23

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