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PolarNEWS Magazin - 25 - D

Mamont Cup 2016 Nicht

Mamont Cup 2016 Nicht suchen, aber find Sieben Städter sieben Tage in der absoluten Abgeschiedenheit der russischen Wildnis: Im Mamont Cup 2016 entdeckten die sieben Teilnehmer das Putorana-Plateau und fanden dabei ihre eigene Mitte. Text: Christian Hug Bilder: Mamont Foundation «Wir waren zwar auf die Moskitos vorbereitet», erzählt der russische Schauspieler Grigory Dobrygin, «aber nicht auf so viele und nicht auf so grosse.» Die Mücken waren aber trotz allem das kleinere Problem des Mamont Cup, der im vergangenen Sommer durch das wilde Gebiet des Putorana-Plateaus in Russland führte: Ein Team aus sieben Moskauer Stadtmenschen startete in der Stadt Norilsk zu Fuss in die Wildnis des Putorana-Gebirges in Richtung der geografischen Mitte Russlands im zentralsibirischen Plateau. Das Team: Die Schauspieler Grigory Dobrygin (Captain des Trupps), Andrey Dementyev, Alexander Pal und Alexander Alyabyev, der Künstler Vladimir Pantyushin, der Fotograf Vladimir Vaasilchikov und Dmitry Kolesnikov, der als Leser des «Esquire»-Magazins die Teilnahme an diesem Abenteuer gewonnen hatte. Nach dem gleichnamigen russischen Film aus dem Jahr 1936 nannten sich das Team «Die sieben Tapferen». Das Ziel: Eine Woche lang durch die vollkommen unberührte Wildnis des Putorana-Gebirges wandern, Berge erklimmen, Flüsse durchqueren, draussen leben. Nicht, dass es bei diesem Cup einen Pokal zu gewinnen gegeben hätte. Die Belohnung für jeden Teilnehmer war die Inspiration der Natur, die die Künstler in ihre weitere Arbeit einfliessen lassen können. Und natürlich ein oder zwei Gläschen des herrlichen Mamont-Vodka nach vollendeter Expedition. Warum das Putorana-Plateau? Weil dieses Gebiet bis heute so gut wie unberührt ist. Man nennt es auch das Land der zehntausend Seen und tausend Wasserfälle. Es ist 750 mal 550 Kilometer gross, das eigentliche Tafelberg-Gebirge dehnt sich darin auf einer Fläche von 175 mal 175 Kilometer aus. Also gross, gross und wild. Norilsk mit seinen 175’000 Einwohnern am Rande des Gebietes ist die einzige Stadt weit und breit. Und ja: Grigory Dobrygin hat im Kinofilm «Territory» einen Geologen gespielt – drei Viertel dieses überwältigenden Dramas wurden im Putorana-Plateau gedreht. Teamkapitän Grigory Dobrygin brachte den gelungenen Trip auf den Punkt: «Unser Ziel war es zwar, die geografische Mitte Russlands zu erreichen, den Pol der Unzugänglichkeit. Aber das Grösste, was wir unterwegs entdeckten, war unsere eigene innere Mitte.» Mehr zum Mamont Cup finden Sie im Internet unter www.foundation-mamont.com. Grosse Plage: Millionen von Mücken. Links: Unberührte Natur so weit das Auge reicht. 38 PolarNEWS

en Edel: Mamont Vodka Oben, von links: Kolesnikov, Vasilchikov, Pal, Pantyushin, Dementyev, Dobrygin und Alyabyev. Links: Schön und still – das Patorana-Gebiet. Unten: Grigori und Alexander Dementye kraxeln den Berg hoch. Links: Erschöpft auf dem Heimflug. Grigori und Alexander. Links: Alexander Pal demonstriert seine Sprungkraft. Rechts: Alexander Dementyev im kalten Bad. Ganz rechts: Dimitri taucht ab. PolarNEWS 39

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