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PolarNEWS Magazin - 24 - D

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© Frenetic Films Dies & Das Die S.E.A.-Expedition Nikolaus Hanse, Tina Uebel: «Die S.E.A.-Expedition». Verlag Malik. Auf den Spuren von Ernest Shackleton Zwölf Antarktis-Enthusiasten starten 2015 den Versuch, mit einem modernen Segelschiff und heutiger Expeditionsausrüstung die epische Rettungsaktion von Sir Ernest Shackleton, Frank Worsley, Tom Crean, Harry McNish, John Vin- «L’Odyssée» Warum das spektakuläre Leben von Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau (1910 – 1997) bisher nie verfilmt wurde, ist erstaunlich. Der dürre Kapitän mit der roten Pudelmütze war für Generationen der Inbegriff des Helden, sein Name so weltberühmt wie der vom ersten Mann auf dem Mond. Der Pionier zeigte uns Erdenbürgern ebenso eine neue Welt: die unter Wasser. Ab 1969 klebte die Welt am TV-Schirm, wenn JYC uns die «Geheimnisse des Meeres» enthüllte. «L’Odyssée» (jetzt im Kino) rollt die Vita des Genies und Egomanen auf. Tolle Story, umwerfende Bilder! Grossartiges Kino! Sorgte sich schon früh um die Pole: Jacques- Yves Cousteau (stehend, Lambert Wilson). cent und Timothy McCarthy nachzustellen. Von Elephant Island aus wollen sie 685 Seemeilen nach Südgeorgien segeln, um dann die unwirtliche ehemalige Walfänger-Insel zu Fuss zu überqueren. So hatten es ihnen die sechs «Endurance»- Segler vor 100 Jahren mit Rettungsboot, Sextant und unbändigem Überlebenswillen vorgemacht, um das Leben ihrer 22 auf Elephant Island zurückgebliebenen Kameraden zu retten. Ob die Expedition ihre Ziele erreicht, beschreiben in lebhaftem Wechsel die Initiantin der Expedition, Tina Uebel, und der Segler Nikolaus Hansen. Es bildet sich ein Team aus Seglern und Bergführern, in dem redselige norddeutsche Hanseaten unter anderem mit wortkargen Bündner Berglern zusammen funktionieren müssen. Das kurzweilige Buch zeigt viele Parallelen zu den historischen Tagebüchern der englischen Polarforscher, begonnen bei der Beschreibung der Sponsorensuche, Rekrutierung der Mannschaft, Reiseabläufe, Beschreibungen von Fauna und Flora, sowie eine eingehende Dokumentation, wie 2015 eine Expedition verpflegt wird. So viel sei verraten, sie haben keine Steine gesammelt und auch keine Inseln, Berggipfel und Buchten nach ihren Geldgebern benannt. Tischset 50 Papiertischsets «Expedition North Polar Regions», Trendform, Schweiz. Beim Essen spielen geht gar nicht. Eine Unsitte! Beim Essen träumen ist eine andere Sache. Das erlauben wir uns und unseren Tischgenossen gern. Träumen von der letzten oder noch besser von der nächsten Reise dürfen Polar-Fans mit diesen Tischsets. Die alte Karte von C. B. Hammond & Co. New York (leider undatiert) zeigt unseren Sehnsuchtsort fast bis zum 50. Breitengrad runter, Grönland ist komplett drauf. Um den Pol herum ein grosser Fleck auf der Landkarte: «Unexplored» (Unerforscht). Die Sets gibts um Fr. 9.– bei Bau & Hobby Coop und in Papeterien. Bilderbuch mit Mehrwert Zu den Auftraggebern des Hamburger Illustrators Dieter Braun gehören «Time Magazine», «The New Yorker» (die Bibel der Branche, wenns um Illstrationen geht), «Newsweek», «Stern». Der Mann versteht sein Handwerk, er weiss, wie man das Auge lockt und fesselt. Wie man mit einem einzigen Bild eine ganze Zwei der prächtigen Bilder aus «Die Welt der wilden Tiere im Norden», Dieter Braun, Verlag Knesebeck. Ob Orca... Geschichte erzählt. Wie man seinen Zuseher in Stimmung versetzt. Mit dem neuen Bildband «Die Welt der wilden Tiere im Norden» schliesst Braun an das südliche Pendant (ebenfalls Knesebeck) an und porträtiert Schleiereule, Kodiakbär, Urial, Eisbär, Orca und viele mehr; Tiere, die wir auf unseren Polarfahrten schon gesehen haben. Aber nicht so wie Braun sie uns zeigt! ... oder Eisbär: So haben wir Polartiere noch nie gesehen. 56 PolarNEWS

IMPRESSUM Auflage: 80’000 Herausgeber: PolarNEWS AG, CH-8049 Zürich Redaktion: Christian Hug, Heiner & Rosamaria Kubny, Michael Wenger Redaktion Schweiz: PolarNEWS Ackersteinstrasse 20, CH-8049 Zürich Tel.: +41 44 342 36 60 Fax: +41 44 342 36 61 Mail: redaktion@polarnews.ch Web: www.polarnews.ch Redaktion Deutschland: PolarNEWS Am Kaltenborn 49-51 D-61462 Königstein Blattmacher: Christian Hug, CH-6370 Stans Layout: HUGdesign, CH-3213 Kleinbösingen Bildredaktion: Sandra Floreano, CH-8052 Zürich Korrektorat: Agatha Flury, CH-6370 Stans Druck: pmc, CH-8618 Oetwil am See Anzeigen: PolarNEWS AG, CH-8049 Zürich Tel.: +41 44 342 36 60 Fax: +41 44 342 36 61 Mail: redaktion@polarnews.ch Mitarbeiter dieser Ausgabe: Peter Balwin, Greta Paulsdottir, Kirsten Panzer, Martha Cerny, Sylvia Furrer, Elsbeth Flüeler, Karin Schleifer, Knut Hackbarth. Über Bord Heute kennt man von Rudyard Kipling (1865- 1936) nur noch «Das Dschungelbuch», und von dem auch nur die Filme. Der in Indien geborene Brite erreichte mit seinen Büchern Millionenauflagen. Jetzt gibts mit «Über Bord» eines seiner besten in Deutsch. Eine reine Vergnügungsfahrt hätte die Reise für den verwöhnten jungen Erben Harvey Cheyne werden sollen. Und tatsächlich geniesst der Schnösel die Annehmlichkeiten des Passagierdampfers. Seine Mitreisenden allerdings meiden ihn als «die schlimmste Pest an Bord». Dann wendet sich das Schicksal des Snobs mit einem Schlag: Er fällt über Bord. Der Kabeljaukutter «We’re Here» fischt ihn auf. Auf dessen Planken und auf dem Boden der Realität gelandet, fängt Cheynes Kampf ums (Über-)Leben erst an. Wie bei Herman Melville lernen wir nun eine Menge über Fischfang und Seefahrt, Blut, Salz und Tränen, Rudyard Kipling (Geschichte), Christian Schneider (Illustrationen): «Über Bord». Edition Büchergilde. nur liest sich «Über Bord» viel flotter als der dicke «Moby-Dick». Die Übersetzung von Gisbert Haefs geht runter wie Butter. Die fantastischen Illustrationen von Christian Schneider und eine exquisite Ausstattung machen das Buch zum Bijou. Schön verpackt in bedrucktes Leinen, mit einer Seekarte unserer Reise. Gute Fahrt! Bilder: Heiner Kubny, Rosamaria Kubny, Michael Wenger, ESA/IPEV/PNRA – F. van den Berg, WWF, National Snow And Ice Data Center NSIDC, Adobe Stock, Vreni Gerber, Kirsten Panzer, Alexander Taran, Eni, Lauren E. James – Ryan Williams – NGM, Holger Hoffmann, A. Erb, R. Baxter, Sumarliði Ásgeirsson, Denis Onitcev, Frenetic Films, Dieter Braun, Christian Schneider, Chris Brunner, Michael Nolan/Getty Images. Gefällt mir: PolarNEWS auf Facebook! Dramatische Darstellung der Waljagd zu Kiplings-Zeiten. Eishaifischen auf den Lofoten So vage der Titel «Das Buch vom Meer» ist, so präzise sagt der Untertitel, was man hier bekommt: «oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen». Es geht um Abenteuer, Freundschaft, fiese Fische und viel Meer, sehr viel mehr. Zwei Männer von den Lofoten, der eine Feriengast, der andere dageblieben, beschliessen zusammen angeln zu gehen. Einen Eishai, eines dieser mysteriösen, mächtigen Ungeheuer aus dem Abyssal. Ihren Eishai verfolgen sie im Zodiac, das ist der Abenteuerteil der Geschichte. Morten A. Strøksnes erzählt über Haie und andere Fische, echte und fantastische, über Quallen mit dreihundert Mägen, über Walfänger, Polarforscher und Kartografen von einst, über das harte Leben an arktischen Ufern. Der 1965 in Kirkenes an der Barentssee geborene Autor hat mit seinem Buch in Norwegen einen Bestseller gelandet. Seit Frank Schätzings «Schwarm» das spannendste und lehrreichste, von dem wir uns gern in die Tiefe ziehen lassen. Morten A. Strøksnes: «Das Buch vom Meer». Verlag DVA. PolarNEWS 57

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