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PolarNEWS Magazin - 23 - D

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Das russische

Das russische Forschungsschiff «Akademik Treshnikov» wird für die Expedition ACE drei Monate unterwegs sein. Nordpol 2007 gab auch politisch viel zu reden, und er ist der erste Mensch, der alle acht Pole dieser Erde persönlich besucht hat (lesen Sie dazu unser Interview «Ich mag Logistik» mit Frederik Paulsen im PolarNEWS Nummer 15). Mehr als zwei Jahre plante, koordinierte und netzwerkte Frederik Paulsen mit den verschiedenen Institutionen, jetzt ist das Swiss Polar Institute endlich Wirklichkeit. Ein Zusammenschluss Das SPI ist ein Konsortium und besteht aus den beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) in Zürich und Lausanne, der Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), der Universität Bern (UB) sowie Frederik Paulsen durch seinen Verlag Edition Paulsen. Die Schirmherrschaft über das Konsortium obliegt dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) in Bern. Der Sitz des Swiss Polar Institute befindet sich auf dem Campus der ETH in Lausanne. Hier wird auch ein Lehrstuhl eingerichtet, finanziert wird dieser von Paulsens Ferring-Gruppe. Somit werden die Kräfte der Schweizer Polarforschung gebündelt. Mehr noch: WSL- Direktor Konrad Steffen sagte an der Pressekonferenz: «Ausserdem ermöglicht das Institut eine gemeinsame Strategie in der Polarforschung, auch was die Ausbildung betrifft.» Ein weiterer zentraler Punkt ist die internationale Ausrichtung und Vernetzung des Schweizer Polarinstituts. Und die ist «resolut», wie der Vizepräsident der ETH Lausanne für akademische Angelegenheiten, Philippe Gillet, an der Pressekonferenz sagte. Die Expedition ACE Gleichzeitig mit der Gründung des Instituts wurde auch dessen erste grosse Forschungsaktion verkündet – und die ist in der Tat sehr international und vor allem sehr beeindruckend, ja geradezu eine kleine Sensation. Sie heisst Antarctic Circumnavigation Expedition, kurz ACE, und ist die weltweit erste vollständige Umrundung der Antarktis mit einem Schiff zu wissenschaftlichen Zwecken. ACE geht so: Am 20. Dezember dieses Jahres wird das russische Forschungsschiff «Akademik Treshnikov» in Kapstadt, Südafrika, in See stechen und innerhalb von drei Monaten rund um die Antarktis fahren mit Anlege-Halten im australischen Hobart und im chilenischen Punta Arenas. Am 18. März soll die «Akademik Treshnikov» wieder in Kapstadt einlaufen. 55 Forscher aus 30 Ländern werden unterwegs 22 wissenschaftliche Forschungsprojekte umsetzen, dazu stehen ihnen auf dem Schiff 8 Labors zur Verfügung. Auch ein Helikopter befindet sich an Bord, damit die Wissenschaftler auch auf Inseln gehen können. Geballte Forschung Neun Länder beteiligen sich insgesamt an ACE: Australien mit 7, England mit 5 und die Schweiz mit 4 Projekten, je ein Projekt unternehmen Spanien, Südafrika, die USA, Frankreich, Kanada und Russland. Deutschland mit seinem grossartigen Alfred- Wegener-Institut ist nicht beteiligt, es hat ein eigenes Forschungsschiff. Die Schweizer Forschungsprojekte kommen von der ETH Zürich, vom Cyros Lab der ETH Lausanne, von der Universität Genf und vom Paul- Scherrer-Institut PSI in Villingen. Zusammengefasst haben alle 22 Forschungsprojekte zum Ziel, die Auswirkungen des Klimawandels sowie der Verschmutzung des Südpolarmeers zu messen und zu quantifizieren. Die Projekte stammen aus den Bereichen Biologie, Ozeanografie, Glaziologie, Klimatologie und Biochemie. Schönes Detail am Rande: Als das Unternehmen ACE international ausgeschrieben wurde und sich also die Forschungsinstitutionen der ganzen Welt um einen Platz auf dem Schiff bewerben konnten, wurden bis im November letzten Jahres über 100 Vorschläge eingereicht. Jean Jouzel, Mitglied des ACE-Panels, ist angesichts einer so grossen internationalen Zusammenarbeit begeistert: «Die ACE-Initiative ist eine einzigartige Chance. Die Vereinigung so vieler verschiedener Projekte und Disziplinen und die Erhebung einer signifikanten Anzahl wissenschaftlicher Daten wird uns helfen, die Vergangenheit besser zu verstehen und die Zukunft des Südpolarmeeres sehr viel besser vorauszuplanen.» 56 PolarNEWS

Rubriktitel Vertreter der PolarNews-Crew sind an den Ferienmessen am eigenen Stand live vor Ort. PolarNEWS an den Ferienmessen Im Herbst und Frühling ist es wieder soweit: Dann ist wieder Ferienmessen-Saison. Reiseveranstalter aus der ganzen Welt präsentieren ihre Angebote. Abenteuer- und Reiselustige können an den wichtigsten Ferienmessen in Deutschland auch am Stand von PolarNEWS Ferienluft schnuppern. hug. Alle lieben Ferien und Reisen. Und wer sich früh genug informieren und planen will, führt sich die ganze Angebotspalette verschiedener Anbieter zu Gemüte. Auf diese Weise garantiert man sich im voraus ein unvergessliches Urlaubserlebnis. Ob Golfen, Wandern, Surfen oder baden und relaxen. Ja warum nicht mal ein berauschendes Trekking oder eine abenteuerliche Reise in unberührte Gebiete? Vielleicht auch nur mal schnuppern, was es so gibt... Die Ferienmessen inspirieren die Besucher. Auch PolarNEWS wird im Herbst dieses Jahres und im Frühling nächsten Jahres an den wichtigsten Ferienmessen Deutschlands wieder mit einem Stand vertreten sein. Wir bieten Ihnen vor Ort die Möglichkeit, sich über unserer Reisen ausführlich zu informieren. Hier ist PolarNEWS dabei Bild: Heiner Kubny Erfurt: Reisen & Caravan 28. bis 31. Oktober 2016 Bremen: Reiselust 4. bis 6. November 2016 Mannheim: ReiseMarkt Rhein-Neckar-Pfalz 6. bis 8. Januar 2017 Stuttgart: CMT Kreuzfahrten & Seereisen 19. bis 22. Januar 2017 Hannover: abf Reisen & Urlaub 1. bis 5. Februar 2017 Hamburg: Reisen Hamburg 8. bis 12. Februar 2017 Essen: SkandinavienWelt 15. bis 19. Februar 2017 München: f.re.e. 2017 22. bis 26. Februar 2017 Weitere Informationen zu den Messen unter www.polar-reisen.de PolarNEWS 57

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