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PolarNEWS Magazin - 23 - D

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Forschung Swiss Polar

Forschung Swiss Polar Institute auf grosser Fahrt Gute Nachrichten aus dem Kreis der Schweizer Polarforscher: Die Gründung des Swiss Polar Institute in Lausanne wird die polaren Forscherkräfte bündeln. Und mit dem Unternehmen ACE gehts dann gleich mit neun Nationen rund um die Antarktis. Text: Christian Hug Bilder: SPI, Heiner Kubny Schweizer Forschungsinstitute haben in den polaren Gebieten bisher sehr wohl wissenschaftliche Arbeit geleistet. Zum Beispiel mit dem 1990 eingerichteten Swiss Camp auf Grönland, das die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) betreibt. Hier werden Veränderungen des Klimas aufgezeichnet und ausgewertet. Weil aber die Institutionen untereinander kaum Resultate austauschten und noch weniger Forschungsprojekte koordinierten oder gar gemeinsam durchführten, blieben die wissenschaftlichen Unternehmungen entsprechend Einzelaktionen und deren Ergebnisse somit weitgehend Einzelergebnisse. Oder wie es Konrad Steffen, Direktor der besagten Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, formuliert: «Wir sind alle schon länger in den arktischen Regionen wissenschaftlich tätig. Bisher sind die Institutionen aber grösstenteils ihren eigenen Aktivitäten nachgegangen.» Was also fehlte, war ein nationales Polarinstitut, in dem die Kräfte, sprich die Forschungen der Schweizer Institutionen gebündelt werden (lesen Sie dazu unseren Artikel «Heidiland in der Kälte» im Polar- NEWS Nummer 21). Genau dies ist nun geschehen: An der Pressekonferenz vom 18. April dieses Jahres in Bern verkündeten die beteiligten Institutionen gemeinsam die Gründung des Schweizer Polarinstituts, international formuliert Swiss Polar Institute, für beide Versionen abgekürzt SPI. Private Initiative Die treibende Kraft zur Entstehung des Swiss Polar Institute ist Frederik Paulsen: Der schwedisch-stämmige Unternehmer ist einerseits der Verwaltungsratspräsident des weltweit aktiven Biopharmariesen Ferring Pharmaceuticals, dessen Sitz sich in waadtländischen Saint-Prex befindet. Anderseits ist der fliessend Hochdeutsch sprechende Paulsen ein begeisterter Polar- Abenteurer und einer der grössten privaten Förderer der Wissenschaft in den polaren Gebieten. Seine Exkursion mit dem U-Boot «Mir» zum Meeresboden am Viel Medieninteresse an der Pressekonferenz: (von links) Madeleine von Holzen von der ETH Lausanne, Thomas Stocker von der Uni Bern, Frederik Paulsen, Philippe Gillet und Staatssekretär Mauro Dell’Ambrogio. 54 PolarNEWS

Drei Monate, zwei Zwischenhalte, eine Umrundung: So sieht der Plan der Expedition ACE aus. PolarNEWS 55

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