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PolarNEWS Magazin - 23 - D

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Dies & Das Blaueisfeld

Dies & Das Blaueisfeld im Ellsworth-Gebirge, Antarktis. Hayes-Gletscher an der Ostküste Spitzbergens. Schöne Wüsten Nach sechs Jahren Projektarbeit veröffentlicht der deutsche Fotograf Michael Martin sein schönstes Buch über die Wüsten dieser Erde. Es heisst schlicht «Planet Wüste». Deutschland und Österreich, die noch bis weit ins Jahr 2017 dauert. Konkrete Auftrittsorte und Auftrittszeiten sind aufgelistet auf der Website www.michael-martin.de. Michael Martin: Planet Wüste. 448 Seiten, 400 Bilder, 30 Karten, Grossformat. Knesebek-Verlag. hug. Im Jahr 2009 startete Michael Martin die erste von insgesamt 40 Expeditionen für sein neues Projekt «Planet Wüste», in dem er erstmals auch die Eiswüsten der beiden Pole buchstäblich ins Visier nahm. Unterwegs mit jedem möglichen Fortbewegungsmittel, fotografierte Martin Wüsten so, dass uns Betrachtern die Schönheit dieser lebensfeindlichen Regionen offenbar wird. An das Projekt gekoppelt waren mehrere Fernsehfilme, eine Museumsausstellung in München und eine ausgedehnte Vortragstournee durch Gletscher in den Trockentälern von Viktorialand, Ostantarktis. Schauplatz der Eitelkeiten Bergsteiger am Mount Everest schütteln schon länger den Kopf: Der höchste Berg der Welt ist zum Tummelplatz von Exzentrikern geworden, die sich und der Welt irgend etwas Ausgefallenes beweisen müssen. Der erste Einbeinige, die erste Veganerin, der erste Blinde und, und: sie alle haben auf ihrer Mission den Berg schon erklommen. Langsam, aber sicher drohen auch die polaren Gebiete zum Spielfeld komischer Käuze zu verkommen. Schon als die amerikanische Heavy-Metal-Band Metallica 2013 unbedingt auf der antarktischen Carlini-Station ein Konzert geben musste, hielt sich die allgemeine Begeisterung in Grenzen. Nun hat der deutsche Musiker Stefan Aaron angekündigt, dass er demnächst am Nordpol Klavier spielen will – schliesslich hat er dasselbe schon auf der chinesischen Mauer getan. Der Schweizer Velofahrer Jens Blättler will derweil im kommenden April mit seinem Fahrrad zum Nordpol pedalen. Was sollen uns Klavierspiel und Fahrradfahren am Nordpol mitteilen? Dass das Eis der Pole schmilzt? Danke für die Information, aber das wissen wir schon. Was von solchen Aktionen zu halten ist, demonstrierten Eselspinguine Anfang Mai dieses Jahres. Da reiste nämlich der englisch-österreichische Opernsänger Nick Allen in die Antarktis, um der Welt mittzuteilen, dass die südliche Eiskappe schmilzt. Telegen fing er an, eine Arie zu singen – und die Eselspinguine rannten entsetzt davon. Das Video ist auf Youtube mit den Suchbegriffen Nick, Allen und Pinguine zu finden. Übrigens ist es nicht erlaubt, bei Pinguinkolonien Lärm zu veranstalten. Christian Hug 44 PolarNEWS

IMPRESSUM Inuit auf dünnem Eis Auflage: 80’000 Herausgeber: PolarNEWS GmbH, CH-8049 Zürich Redaktion: Christian Hug, Heiner & Rosamaria Kubny Redaktion Schweiz: PolarNEWS Ackersteinstrasse 20, CH-8049 Zürich Tel.: +41 44 342 36 60 Fax: +41 44 342 36 61 Mail: redaktion@polarnews.ch Web: www.polarnews.ch Redaktion Deutschland: PolarNEWS Am Kaltenborn 49-51 D-61462 Königstein Blattmacher: Christian Hug, CH-6370 Stans Layout: HUGdesign, CH-3213 Kleinbösingen Bildredaktion: Sandra Floreano, CH-8052 Zürich Korrektorat: Riccardo Caravina, Sarnen Druck: pmc, CH-8618 Oetwil am See Anzeigen: PolarNEWS GmbH, CH-8049 Zürich Tel.: +41 44 342 36 60 Fax: +41 44 342 36 61 Mail: redaktion@polarnews.ch Mitarbeiter dieser Ausgabe: Peter Balwin, Greta Paulsdottir, Morten Jørgensen, Martha Cerny, Michael Wenger Die Bilderausstellung «Vanishing Thule» des Schweizer Fotografen Markus Bühler-Rasom im Zürcher Nordamerika Native Museum ist zu Ende. Was bleibt, ist ein spannendes Buch mit vielen Bildern und einer Art Reisebericht. hug. Seit 17 Jahren reist der Zürcher Fotograf Markus Bühler-Rasom immer wieder nach Thule in Grönland und lebt eine Zeitlang mit den dortigen Inuit. Über all die Jahre hat er mitverfolgt und dokumentiert, wie sich das Leben der Einheimischen verändert. In der Ausstellung «Vanishing Thule – Eine Kultur auf dünnem Eis» hat er die Ergebnisse seiner Beobachtungen im Nordamerika Native Museum in Zürich gezeigt. Das gleichnamige Buch zur Ausstellung bringt nun das Thema allen Interessierten näher, die nicht im Museum waren. Die Bilder von Bühler-Rasom sind in ihrer radikalen Klarheit gleichermassen wunder- Markus Bühler-Rasom: Vanishing Thule. 110 Seiten. Stadt Zürich, Nordamerika Native Museum. schön und beklemmend. In begleitenden Texten erklärt der Fotograf viele Zusammenhänge, durch deren Zusammenspiel die Kultur der Inuit langsam, aber sicher verschwindet. Bilder: Heiner Kubny, Rosamaria Kubny, Ralph Lee Hopkins / Alamy, Elizabeth Mockbee, Steffen Graupner, Laura Gerwin, Michael Wenger, Vladimir V. Pitulko, pixabay.com, Adobe Stock, Norbert Probst/Alamy, Masa Ushioda / Alamy, Michael Patrick O’Neill / Alamy, Paul Shoul. William W. Bacon/Alamy, Steven Kazlowsk/Alamy, Morten Jørgensen, Annina Egli, Markus Bühler-Rasom, Michael Martin, James Weddell, Google Earth, Swiss Polar Institute, Ruedi Abbühl, Henry Kaiser Niels Minunge bindet seine Hunde wieder zusammen, nachdem sie sich von den Seilen losgerissen haben und davongelaufen sind. Gefällt mir: PolarNEWS auf Facebook! Niels Minunge an der Eiskante.Frisches Treibeis wurde von Westen an die Eiskante getrieben, was die Jagd im Kajak verunmöglicht. Verlängerung der Ausstellung Unser Kulturtipp: Wegen starken Publikumsandrangs wird die Ausstellung «Calling all Animals» im Nordamerika Native Museum in Zürich verlängert bis zum 4. September dieses Jahres. Die Sonderausstellung zeigt Werke aus 45 Jahren «Überlebenskunst» in der kanadischen Arktis von verschiedenen Künstlern und Künstlerinnen in unterschiedlichen Techniken. PolarNEWS 45

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