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PolarNEWS Magazin - 23 - D

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Kunst Cerny Inuit

Kunst Cerny Inuit Collection präsentiert Die Kunst des Erhaltens und Bewahrens Wesentliches für die Zukunft zu erhalten, ist wichtig. Das gilt nicht nur für den kulturellen Bereich. Gegenwärtiges basiert auf Erfahrungen und Erkenntnissen, wie zum Beispiel das Wissen um die Notwendigkeit, das Gleichgewicht in der Natur zu erhalten oder unnötigen Ressourcenverbrauch zu vermeiden (Wasser, Energie, Rohstoffe). Kunst kann das Leben in den verschiedensten Facetten abbilden und festhalten, aber auch das Verschwinden einer Kultur durch einschneidende Veränderungen, verursacht durch soziale und umweltbedingte Einflüsse, dokumentieren. In gravierten Walrosshauern zeigen Künstler aus Tschukotka, wie Rentierhirten durch die Tundra ziehen. Oder Jäger, die in mit Walrosshaut bespannten Booten Wale und Walrosse jagen. Kanadische Künstler des hohen Nordens zeigen in Skulpturen Tiere, die sie jagen, und Kompositionen, die auf die Verbundenheit des Menschen mit der Natur hinweisen. Die Frage stellt sich: Ist ihre traditionelle Art des Lebens bedroht? Verschwindet sie oder passt sie sich den neuen Bedingungen an? Und wie stark? Die Völker im hohen Norden haben sich in der Vergangenheit immer neuen Herausforderungen stellen müssen und basierend auf ihren Traditionen und Fähigkeiten die neuen Technologien integriert und sich angepasst. Die Kunst mit all den Möglichkeiten wie Zeichnen und Malen, Gravieren, Schnitzen, Drucken, Videos und Filmen sowie Vorführungen hat sicher die Mittel und Möglichkeiten, einen Beitrag zur Symbiose zwischen kultureller Tradition und Identität einerseits und den aktuellen Einflüssen der Gegenwart andererseits zu leisten. All diesen Künstlern eine Plattform zu bieten und ihnen Aufmerksamkeit zu verschaffen, ist eines der grossen Anliegen der Cerny Inuit Collection. Martha Cerny, Kuratorin Cerny Inuit Collection Inuit-Kunst Die Cerny Inuit Collection ist eine der weltweit umfassendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst aus dem hohen Norden. Mit ihren Werken aus Kanada und Sibirien sowie Exponaten weiterer Regionen aus dem Polarkreis ist sie in ihrer Form einzigartig, da sie Kunstwerke von beiden Seiten der Beringstrasse enthält. Die Exponate wecken das Interesse an den Bewohnern der polarnahen Regionen, ihren Lebensweisen und ihren Kulturen. Damit leistet die Kunst einen Beitrag zur Erhaltung der Kulturen und wird zu einem völkerverbindenden Element. Ein Teil der Werke thematisiert auch die Nachhaltigkeit, die im Polarkreis fühlbare hohe Umweltbelastung und lässt die globalen Zusammenhänge erkennen. Peter und Martha Cerny, die Inhaber der Cerny Inuit Collection, präsentieren in jeder Ausgabe von PolarNEWS Kunst und Kultur der polaren Völker. Die museale Sammlung ist öffentlich zugänglich: Mittwoch bis Samstag von 13.00 bis 18.00 Uhr. Voranmeldung empfohlen. Stadtbachstrasse 8a, 3012 Bern, Schweiz Tel.: +41 31 318 28 20, Mobile: +41 79 313 90 13, Email: cerny.inuit@bluewin.ch, www.cernyinuitcollection.ch 38 PolarNEWS

Im Uhrzeigersinn, von oben: Manomie Saqu, Kanada: «Drei Frauen». Serpentin. Saila Kipanek, Kanada: «Karibus überqueren». Serpentin und Karibugeweih. Pudlo Pudlat, Kanada: «Vision von zwei Welten». Lithographie und Stencil. Kellypalik Qimirpik, Kanada: «Komposition». Serpentin. Bilder: zvg PolarNEWS 39

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