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PolarNEWS Magazin - 23 - D

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Sonst sind sie dann mal

Sonst sind sie dann mal weg: Eisbären benötigen dringend konsequenten Schutz. fit ein, viele davon sind keine Inuit. Eine Veränderung der heutigen Schutzstrategie ist dringend notwendig, wenn es den König der Arktis noch lange geben soll. Was also können wir tun? Wir alle besitzen ein Mitspracherecht beim Schutz der Eisbären. Sowohl die EU und somit auch Deutschland und Österreich als auch die Schweiz sind Mitgliedstaaten der IUCN. Wir alle können überall dazu beitragen und Entscheidungsträger davon überzeugen, dass der Eisbär dringend echten Schutz benötigt. Hier die wichtigsten Punkte, die dringendst anzugehen sind: • Bei allen Entscheidungen, die das Eisbärenmanagement betreffen, muss das Vorsorgeprinzip angewendet werden und die Unabhängigkeit gewahrt bleiben. Der Artenschutz muss der Leitgedanke sein anstelle einer maximal möglichen Jagdbeute, sprich «Ernte». • Der internationale gewerbliche Handel mit Körperteilen des Eisbären soll verboten werden. Dies würde die Vermarktung dieser Tierart verringern und gleichzeitig die Anreize für Wilderer und illegale Händler drosseln. Die Trophäenjagd gehört verboten. • Die Reduktion der Jagd auf ein tatsächlich nachhaltiges Mass wäre zwar dringend nötig. Aber nachhaltige Bejagung einer abnehmenden Population ist per se nicht möglich. Es ist deshalb ein totales Jagdmoratorium nötig. Davon ausgenommen wären höchstens einige wenige Inuit auf lokaler Stufe, die zweifelsfrei belegen können, dass sie einheimisch sind, traditionell jagen, ihre kulturellen Werte aufrechterhalten und die Jagd für den tatsächlichen Eigenbedarf bestimmt ist. Staatliche Entschädigungsprogramme sollen diejenigen örtlichen Gemeinden unterstützen, die von einem Jagdbann tatsächlich betroffen wären. Ein solches Jagdmoratorium muss so lange in Kraft bleiben, bis sich die Eisbärpopulation nachweislich erholt und stabilisiert hat. • In Kernbereichen der Arktis sollen genügend Schutzgebiete für Eisbären ausgeschieden werden. Wären diese Forderungen erfüllt, hätte der Eisbär einen ganzen Haufen Probleme weniger. Er hat ja auch ohne die Bejagung noch genug davon. Zum Beispiel den Klimawandel. Bild: Morten Jørgensen 36 PolarNEWS

Ungewöhnlich: Eisbärenmutter mit drei Jungen. Normal sind zwei Junge, die Sterblichkeitsrate ist hoch. Wir lieben es frostig! Kompromisslos und engagiert sorgen wir für die umweltgerechte und wirtschaftliche Kältetechnik. logistikbetriebe detailhandel lebensmittelindustrie gastronomie Chemie SSP Kälteplaner PolarNEWS AG | CH-4702 Oensingen | CH-6004 Luzern | CH-1800 Vevey SSP Kälteplaner AG | D-87787 Wolfertschwenden 37 Tel +41 62 388 03 50 | www.kaelteplaner.ch Tel +49 8334 259708 0 | www.kaelteplaner.ch

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