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PolarNEWS Magazin - 22 - D

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Die Nordpassage gestern

Die Nordpassage gestern Lesen Sie auch den Artikel «Die lange Suche nach dem kurzen Weg» in der letzten Ausgabe von PolarNEWS, in dem die Eroberungsgeschichte der Nordostpassage aufgezeigt ist. Im Winter gibt’s kein Durchkommen: Satellitenaufnahme des Laptev-Meers. wie Deutschland. Der Antrag ist 2000 Seiten dick, alleine dessen Prüfung durch die UN wird wohl drei Jahre dauern. China und Amerika betrachten die Nordostpassage dagegen als internationales Gewässer und monieren damit ein unbeschränktes Durchfahrtsrecht. Amerikas Freund Kanada ist in der Zwickmühle, möchte dieser Staat doch am liebsten seine eigene Nordwestpassage als staatliches Hoheitsgebiet deklariert wissen. Dänemark und Norwegen haben derweil den Anspruch auf andere Gebiete der Arktis offiziell angemeldet. Langfristiger Ausbau Zwar steigt die Anzahl Frachtschiffe, die die Nordostpassage queren, von Jahr zu Jahr. Doch global gesehen bewegen sich diese Zahlen in einem winzigen Bereich: tionen der UN gegenüber Russland will Wladimir Putin in den kommenden fünf Jahren umgerechnet 4 Milliarden Euro in wirtschaftliche und militärische Projekte in der Region investieren. Der privat geführte russische Rohstoffkonzern Novatek investiert zurzeit in der Siedlung Sabetta auf der Halbinsel Jamal umgerechnet sagenhafte 15 Milliarden Euro in den Aufbau eines Polarhafens mitsamt Verarbeitungsanlagen zur Verflüssigung von Erdgas, mit Lagerterminals, Wohnhäusern und sogar einem Flugplatz. Zurzeit sind dort über 9000 Arbeiter mit dem Bau der Anlagen beschäftigt. Schon im September 2011 machte Wladimir Putin am zweiten Arktischen Forum in Archangelsk wörtlich klar: «Wir sehen die Zukunft des Nördlichen Seewegs als internationale Transport-Arterie, die in der Lage sein wird, bei den Kosten, der Sicherheit und der Qualität mit traditionellen Routen zu konkurrieren.» Klare Worte. Und nicht ohne Eigennutz gesagt. Denn in der Arktis lagern gigantische Vorkommen von noch nicht erschlossenen Rohstoffen. Spezialisten schätzen, dass sich hier ein Fünftel bis ein Viertel aller weltweit noch nicht entdeckten Erdöl- und Erdgas- Vorkommen befinden. Dazu kommen vermutet grosse Vorkommen von seltenen Metallen wie Kupfer, Zinn und Nickel sowie reiche Fischbestände. Und das alles zusätzlich zu den bereits erschlossenen Erdöl- und Erdgas- Feldern. Alle diese Schätze will die russische Regierung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ausbeuten. Und dazu braucht sie eine Schiffsroute mit Infrastruktur – die Nordostpassage. Zumindest China, das sich selbst als «grosse Seemacht» sieht, unterstützt Putins Vorhaben: Yang Huigen, der Direktor des chinesischen Polarinstituts, liess letztes Jahr verlauten, dass China bis im Jahr 2020 bis zu 15 Prozent aller chinesischen Exporte über die Nordostpassage nach Europa bringen will. 2009: 2 Fahrten 2010: 10 Fahrten 2011: 34 Fahrten 2012: 46 Fahrten 2013: 71 Fahrten 2014: über 400 Fahrten Zum Vergleich: Den Suezkanal durchqueren jährlich 18’000 Schiffe. Und während 2013 in der Nordostpassage im ganzen Jahr 2013 insgesamt 5 Millionen Tonnen Fracht transportiert wurden, sind es im Suezkanal 2,02 Millionen Tonnen – pro Tag. Nichtsdestotrotz und mit Blick auf die weitere Erwärmung des Klimas investiert Wladimir Putin Milliardenbeträge in die Entwicklung der Schifffahrts-Infrastruktur entlang der Nordostpassage. Trotz der aktuellen Wirtschaftskrise und den Handelssank- Meistens fahren die Schiffe in Kolonnen durch die Nordostpassage. Bilder: nasa.gov, zlikovec / iStockphoto 70 PolarNEWS

Rubriktitel Bildlegende: Der Messestand von PolarNEWS an der Reisen Hamburg 2015 PolarNEWS an den Ferienmessen Bald ist es wieder soweit: Ab Januar heissen die Ferienmessen Aussteller, Gastländer und Besucher willkommen. In Stuttgart, München, Hamburg und Essen können Abenteuer- und Reiselustige am PolarNEWS-Stand Ferienluft schnuppern. Alle lieben Ferien und Reisen. Und wer sich früh genug informieren und planen will, führt sich die ganze Angebotspalette verschiedener Anbieter zu Gemüte. Auf diese Weise garantiert man sich im voraus schon ein unvergessliches Urlaubserlebnis. Ob Golfen, Wandern, Surfen oder Baden und Relaxen. Ja warum nicht mal ein berauschendes Trekking oder eine abenteuerliche Reise in unberührte Gebiete? Vielleicht auch nur mal schnuppern, was es so gibt! Die Ferienmessen inspirieren die Besucher und schicken ihre Sinne schon im Januar und Februar auf Reisen. Auch PolarNEWS wird wieder mit einem Stand vertreten sein. Wir bieten Ihnen vor Ort die Möglichkeit, sich über unsere Reisen ausführlich zu informieren. Greta Paulsdottir Hier ist PolarNEWS dabei Stuttgart – CMT Kreuzfahrten & Seereisen 21. Januar bis 24. Januar 2016 München – f.re.e. 2015 10. Februar bis 14. Februar 2016 Hamburg – Reisen Hamburg 17. Februar bis 21. Februar 2016 Bild: Heiner Kubny Essen – SkandinavienWelt 24. Februar bis 28. Februar 2016 Weitere Informationen zu den Messen unter www.polar-reisen.de PolarNEWS 71

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