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PolarNEWS Magazin - 22 - D

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Kunst Cerny Inuit

Kunst Cerny Inuit Collection präsentiert «Linked» in Monaco Letztes Jahr konzipierte und realisierte die Cerny Inuit Collection für die Berner Museumsnacht die Ausstellung «Zusammenhänge». Daraus ergaben sich viele persönliche Kontakte, die schliesslich zu einer weiterführenden Ausstellung im Ozeanographischen Museum in Monaco führten. Das weltweit renommierte Museum steht unter dem Patronat des Landesfürsten Albert II., der als bisher einziges Staatsoberhaupt sowohl den Nord- als auch den Südpol besucht hat. Im Musée océanographique de Monaco wird die Ausstellung «Zusammenhänge» unter dem Namen «Linked» um den «Faktor Wissenschaft» erweitert: Kunst zum Thema Klimawandel und Umwelt soll einen leichteren Zugang zur naturwissenschaftlichen Forschung ermöglichen. Auch ein «Link» zur Politik ist beabsichtigt: Die Ausstellung eröffnet just zwei Tage bevor am 30. November die internationale Klimakonferenz in Paris beginnt. Teilnehmer der Klimakonferenz werden somit hoffentlich an der Vernissage am 28. November zugegen sein. Neben Exponaten der von der Cerny Inuit Collection betreuten Inuit-Künstler werden in der Ausstellung «Linked» auch Werke von Künstlern aus der Schweiz und aus Italien zu sehen sein. Sie alle setzen sich mit der Umweltthematik auseinander. Die «Installation mit Trommeln» des italienischen Künstlers Sciaraffa empfängt die Ausstellungsbesucher mit bewegenden Klängen und verweist so auf den Brauch der Inuit, offizielle Versammlungen mit einem Trommelspiel zu eröffnen. Die alpinen Impressionen des Schweizer Malers und Objektkünstlers Alois Lichtsteiner bilden den umspannenden Rahmen der Ausstellung. In seinen Bildern schmilzt der schwere Schnee und entblösst den darunterliegenden Boden. Werke von Oviloo Tunnillie, Abraham Anghik Ruben, Bill Nasogaluak und Floyd Kuptana verweisen auf die Gefahren, die mit der Erwärmung des Wassers und dem Abschmelzen des Polareises einhergehen. Weitere Exponate stellen verschiedene Zusammenhänge innerhalb des Ökosystems der Eiswelt in den Vordergrund und welche Rolle der Mensch darin spielt. Das Stein-Iglu des italienischen Arte-povera-Künstlers Mario Merz unterstreicht die Notwendigkeit, sich nachhaltig und in Harmonie mit der Umgebung zu verhalten. Videos ergänzen die Ausstellung im Saal Prince Albert I., in dem Forschung, Wissenschaft, Natur und Kunst verbunden sind. Die Ausstellung «Linked» im Musée océanographique de Monaco dauert vom 28. November 2015 bis zum 29. Februar 2016. www.oceano.mc Martha Cerny, Kuratorin Cerny Inuit Collection Inuit-Kunst Die Cerny Inuit Collection ist eine der weltweit umfassendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst aus dem hohen Norden. Mit ihren Werken aus Kanada und Sibirien sowie Exponaten weiterer Regionen aus dem Polarkreis ist sie in ihrer Form einzigartig, da sie Kunstwerke von beiden Seiten der Beringstrasse enthält. Die Exponate wecken das Interesse an den Bewohnern der polarnahen Regionen, ihren Lebensweisen und ihren Kulturen. Damit leistet die Kunst einen Beitrag zur Erhaltung der Kulturen und wird zu einem völkerverbindenden Element. Ein Teil der Werke thematisiert auch die Nachhaltigkeit, die im Polarkreis fühlbare hohe Umweltbelastung und lässt die globalen Zusammenhänge erkennen. Peter und Martha Cerny, die Inhaber der Cerny Inuit Collection, präsentieren in jeder Ausgabe von PolarNEWS Kunst und Kultur der polaren Völker. Die museale Sammlung ist öffentlich zugänglich: Mittwoch bis Samstag von 13.00 bis 18.00 Uhr. Voranmeldung empfohlen. Stadtbachstrasse 8a, 3012 Bern, Schweiz Tel.: +41 31 318 28 20, Mobile: +41 79 313 90 13, Email: cerny.inuit@bluewin.ch, www.cernyinuitcollection.ch 36 PolarNEWS

Im Uhrzeigersinn, von oben: Abraham Anghik Ruben: Gemeinsame Migration. Sciaraffa: Installation mit Trommeln. Bill Nasogaluak: Sedna von einer Qualle gefangen. Jesse Tungilik: Jäger beim Einsteigschacht in die Kanalisation. Albert Lichtsteiner: Alpine Impression. Floyd Kuptana: Sedna klagt über den Verlust des Polareises. Bilder: zvg PolarNEWS 37

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