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PolarNEWS Magazin - 21 - D

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Wir lieben es frostig!

Wir lieben es frostig! Kompromisslos und engagiert sorgen wir für die umweltgerechte und wirtschaftliche Kältetechnik. logistikbetriebe detailhandel lebensmittelindustrie gastronomie Chemie SSP Kälteplaner AG | CH-4702 Oensingen | CH-6004 Luzern | CH-1800 Vevey Tel +41 62 388 03 50 | www.kaelteplaner.ch SSP Kälteplaner AG | D-87787 Wolfertschwenden Tel +49 8334 259708 0 | www.kaelteplaner.ch Fast täglich aufdatiert, finden Sie auf unserer Webseite die neusten Nachrichten aus den Gebieten rund um den Südpol und den Nordpol, Blogs, Bilder und natürlich sämtliche Ausgaben von PolarNEWS. 20 Besuchen Sie uns deshalb immer wieder und so oft Sie möchten auf PolarNEWS www.polarnews.de

Solche Ansammlungen von paarungswilligen Weibchen müssen sich dann aber etwa 30 Männchen teilen – nur bei weniger als 50 Weibchen ist normalerweise bloss ein Strandchef zuständig für die Begattung. Die anderen Männchen liegen meist schmachtend in der Nähe und hoffen auf eine Chance, ein Haremsweibchen zu begatten... Manchmal ist ihnen das Glück hold. Die Auseinandersetzungen der Männchen gehören zum markantesten Konkurrenzgehabe aller Wirbeltiere. Und das Paarungsverhalten ist wohl das aussergewöhnlichste Beispiel der Polygynie genannten Vielweiberei in der Welt der Säugetiere! Doch selbst für einen Hünen wie den See- Elefanten wird ein Landurlaub zum Stresstest: Ein Strandchef, Gebieter über einen Harem und Sieger über zahllose Nebenbuhler, verliert während seiner durchschnittlich 67 Tage am Strand – Fastentage, nota bene – gut und gerne mal 1300 Kilogramm an Gewicht. Je mehr Weibchen er zu betreuen hat, desto mehr Fett verbrennt er. Aber auch den Weibchen setzt das Landleben zu. Sie machen eine Geburt und die Stillzeit durch, wechseln ihr Fell und werden dabei erst noch mehrmals von einem oder mehreren Männchen gedeckt. Derlei Strapazen kosten das Weibchen einen Viertel bis die Hälfte seines Körpergewichts. Weite Reisen Kaum hat der antarktische Sommer Mitte Januar seinen Zenit überschritten, leeren sich die Strände rasch wieder. Die See-Elefanten kehren für das kommende Dreivierteljahr zurück in den Südozean. Etwas wie Familiensinn oder andere soziale Verknüpfungen gehen diesen beleibten Robben ab – jeder und jede schwimmt praktisch für sich alleine durchs endlose Meer. Und wohin wenden sie sich, die See-Elefanten im Meer? Klar, dass man ab einer gewissen Körperfülle zumeist ans Essen denkt. Deshalb steuern See-Elefanten weit draussen im Südozean liegende sogenannte pelagische Nahrungsgebiete an, um sich nach der kräftezehrenden Sommerzeit die vielen verlorenen Pfunde wieder anzufressen. Dabei schwimmen sie mächtig weit – und tauchen extrem viel und tief. Wen wundert es inzwischen noch, dass auch die Wanderbewegungen der See-Elefanten nur mit Hilfe von Superlativen beschrieben werden können: Diese Robben weisen einige der grössten horizontalen und vertikalen Bewegungsmuster auf, die man je bei Säugetieren beobachtet hat. Innerhalb eines Jahres führen ausgewachsene Südliche See-Elefanten zwei Wanderungen aus, bei welchen sie sich jeweils über 5000 Kilometer weit von ihren Kolonien entfernen können. Der Fall eines Extremisten wurde aus Chile publik: Ein junges Männchen erhielt im Dezember 2010 im chilenischen Fjord Seno Almirantazgo (Admiralitätsfjord) auf Feuerland einen Satellitensender aufgeklebt, der fast ein Jahr lang seine Aufenthaltskoordi- Weibchen haben keinen Rüssel auf der Nase und sind markant kleiner als die Bullen. PolarNEWS 21

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