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PolarNEWS Magazin - 20 - D

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Stefan Gerber

Stefan Gerber Pinguin-Nahkontakt Die Neugier auf beiden Seiten überwidert Distanzen. Meine erste Antarktisreise im Jahr 2005 führte über Südgeorgien. Dort angekommen, war ich gespannt, wie es wohl sein wird, mich den grossen Pinguinkolonien zu nähern. Schon bald gingen wir bei Salisbury Plain an Land. Ich machte meine Kamera mit einem 70-200-mm-Objektiv bereit, um einen Königspinguin möglichst bildfüllend abzulichten. Rund 5 Meter vor einigen Königspinguinen legte ich mich auf dem Boden, um einen möglichst guten Bildwinkel zu bekommen. Nach einigen Bildern war ich begeistert, wie schön diese Tiere posierten. Doch es kam noch besser. Immer noch am Boden liegend bemerkte ich, dass sich einige Königspinguine von der Seite näherten. Natürlich ergriff ich erneut die Kamera und machte ebenfalls Bilder von diesen Tieren. Kurz darauf konnte ich die Kamera nicht mehr auslösen: Überrascht stellte ich fest, dass die Tiere bereits näher als 1,5 Meter zu mir gewatschelt waren und ich deshalb mein Objektiv gar nicht mehr scharfstellen konnte. So konnte ich die Schönheit dieser wunderbaren Pinguine aus allernächster Nähe bewundern. Ein überwältigendes Gefühl. Stefan Gerber, 44, von Zürich, ist Elektro- Ingenieur HTL und Projektleiter. Seit 2010 begleitet er für PolarNEWS Reisen und steht regelmässig an Messen im Einsatz. 50 PolarNEWS

Vreni Gerber Leben im Eis Prächtiger Ausblick auf die endlosen Weiten des Eismeers. Beim Morgenweckruf erfuhren wir, dass wir aufgrund des vielen Eises in der Bransfield Strait und nicht wie geplant bei Brown Bluff angekommen waren. Welch ein Glück für uns, sonst hätten wir das folgende Naturspektakel niemals erleben können: Eisschollen über Eisschollen, eine nach der anderen – soweit das Auge reichte. Die Aussicht vom Schiff aus war überwältigend und hat sich für immer in mein Gedächtnis eingeprägt. Nicht endende Weiten mit flachen Eisplatten wie überdimensionale Pfannkuchen, grösseren und kleineren Eisschollen. Das Meer so ruhig, dass sich die Eisstücke im Meer spiegeln konnten. Die Sonne rundete dieses Spektakel ab. Ein absolut perfekter Anblick! Mich überkam ein riesiges Glücksgefühl. Es war so beruhigend und friedlich, es konnte nicht mehr besser werden. Doch plötzlich entdeckte ich auf einigen Eisschollen Adéliepinguine und etwas weiter entfernt schlafende Buckelwale. Ein wahnsinniges Naturschauspiel! Wenn ich heute an diesen Januarmorgen im Jahr 2013 zurückdenke, das Ganze vor meinem inneren Auge nochmals abspiele, überkommt mich wieder dasselbe Glücksgefühl. Dies war ein einzigartiges Erlebnis. Vreni Gerber, 50, aus Zürich, ist kaufmännische Büroangestellte. Seit 2010 begleitet sie PolarNEWS-Reisende. Regelmässig sieht man sie am Stand von PolarNEWS an verschiedenen Messen, meist gemeinsam mit ihrem Mann Stefan. PolarNEWS 51

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