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PolarNEWS Magazin - 2

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Wissenschaft Der

Wissenschaft Der Seeleopard (Hydrurga leptonyx) Text: Prof. Dr. David G. Senn Fotos: Franco Banfi (Bilder) Die schlanke und bis 4 m lange (und 270 – 450 kg schwere Robbe gehört zur Familie der Phocidae oder Hundsrobben. Das heisst, der Seeleopard ist mit Seehunden, Mönchs robben und Seeelefanten verwandt. Im weiteren Sinne dürfte der Seeleopard mit den Mönchsrobben verwandt sein. Für die Fortbewegung der Hundsrobben ist typisch, dass sie sich im Wasser mit den Hinter flossen (die vertikal gespreizt werden) an treiben. Auf dem Land müssen sie auf dem Bauch «robben». Immerhin weicht der See leopard etwas von seinen Verwandten ab, indem er im Wasser zusätzlich zu den Hinter flossen auch noch mit den Vorderflossen mithilft. Dadurch kommt eine besonders wendige und schnelle Schwimmweise zustande. Seeleoparden sind in polaren Gewässern der Südhemisphäre weit verbreitet. Schwertwal (Orca) und See - leo pard gelten als bedeutendste Raubtiere der südlichen Polarregion. Neben den Krabben - fresser- und Weddell robben ist der See - leopard die häufigste Robbe der Antarktis. Der Gesamtbestand wird auf etwa 400’000 geschätzt. Seeleo parden gelten als wichtige Endkonsumenten im Rahmen der marinen Nahrungsketten. Erwachsene Tiere ernähren sich vor allem von Pinguinen. Sie fressen aber auch Krill, Fisch, Kalmar und gelegentlich Aas. Täglich werden bis zu drei Adelie - pinguine oder Esels pinguine verzehrt. See leoparden sind hervorragende Jäger, welche die Beute durch überraschendes Auftauchen erwischen. Als Raubtiere besitzen diese Raubrobben ein kräftiges Gebiss. Vor allem die Eck zähne sind stark ausgebildet. Die sogenannten Mahlzähne zeigen starke Höcker; mit den Ober- und Unterzähnen können sie sogar Krill aus dem Wasser filtrieren. Im Erscheinungsbild sind die sehr schlanken Seeleoparden am Rücken silberig bis dunkelgrau; am Bauch sind sie deutlich heller gefärbt. Zahlreich sind die unterschiedlich grossen Flecken. Als Einzelgänger halten sich die Tiere meistens auf Eisschollen, gelegentlich auch an Stränden auf. Meist im November/Dezember wird nach einer Tragzeit von 11 Monaten jeweils ein Junges geboren. Die Geburt findet normalerweise auf einer Eisscholle statt. Neu ge - borene messen 100 – 160 cm und wiegen 30–35kg. Das Jungtier wird 3–4 Wochen gesäugt, in dieser Zeit verdreifacht es sein Gewicht. Anschliessend werden die Jungen selbstständig. Sie ernähren sich zuerst von Krill, ehe sie sich an grössere Beute wagen. Orcas sind praktisch die einzigen natürlichen Feinde der Seeleoparden. 4 Polar NEWS

Franco Banfi Geboren am 18. September 1958 in Lugano. Taucht seit seinem 20. Lebensjahr. Zuerst in heimischen Gewässern, hier erwarb er auch seine Tauch bre vets. Heute ist Franco Banfi in allen Weltmeeren anzutreffen. Seine Fotos erscheinen regelmässig in Zeit - schriften wie National Geo graphics, BBC Wildlife, Animan, Terra, Mare, Focus, Tauchen etc. 1992 errang er in Kuba den Welt meistertitel in der Unterwasser foto grafie. Schon zweimal unternahm Banfi Tauchexpe ditionen in die Antarktis. In der nächsten Ausgabe von PolarNEWS er scheint ein ausführlicher Bericht über diese Expeditionen. Mehr Infos unter: www.banfi.ch Der Seeleopard erwischt im Wasser seine Beute, indem er sich ihr schnell von hinten nähert. Er frisst am Tag bis zu drei Pinguine. DURACON ® Industrieboden – schnell – vielseitig – esthetisch Heiner Kubny AG 8037 Zürich Im Sydefädeli 28 Tel. 044 272 34 00 Fax 044 271 31 51 Polar MailNEWS office@kubny-boden.ch Web www.kubny-boden.ch 5 Foto: Heiner Kubny

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