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PolarNEWS Magazin - 12

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könnten diese Tiere, vom Regen in Flüsse und dann ins Meer gewaschen, auch mit den letzten Ausläufern des Golfstroms von Skandinavien nach Spitzbergen gelangt sein. Interessanterweise stammt aber eine ganze Reihe von Pflanzenarten wie die Multe - beere, die Zwergbirke und die Silberwurz nicht aus den am nahesten gelegenen Regionen Grönlands und Skandinaviens, sondern weist eine hohe Verwandtschaft mit den Vorkommen der Arten in Sibirien auf. Diese Arten sind also quer über den arktischen Ozean aus Sibirien nach Spitzbergen eingewandert. Wasserfeste Pollen Die Reise nach Spitzbergen haben die Samen dieser Pflanzenarten vermutlich an Treibholz anhaftend unternommen, wie es mit jedem Frühjahrshochwasser der sibirischen Ströme in grossen Mengen in den arktischen Ozean gewaschen und dort ins Meereis eingeschlossen wird. Eine Meeres - strömung, die transpolare Drift, transportiert dann das vor der Küste Sibiriens gebildete Eis mit seiner zusätzlichen Fracht auf einer sechsjährigen Reise quer über den arktischen Ozean. Vor den Küsten von Spitzbergen und Grönland schmilzt das Eis wieder und gibt das Treibholz frei. Wird das Treibholz an - gespült, dann können die anhaftenden Pflanzen samen auskeimen. Obwohl Spitzbergen abgelegen im arktischen Ozean liegt, schaffen Tiere und Pflanzen es doch, auf vielfältige Art dorthin zu gelangen. Professor Alsos und ihre Kollegen zeigten, dass 80 bis 90 Prozent der Pflanzenarten aus Skandinavien, Grönland und Sibirien, die die klimatischen Ver - hältnisse von Spitzbergen ertragen können, nach der letzten Eiszeit den Sprung nach Spitzbergen geschafft haben. Bislang sind es also eher die widrigen kalten und trockenen Umweltbedingungen von Spitzbergen gewesen, die eine Ansiedlung zusätzlicher Arten verhindert haben. Mit dem Klima wandel könnte sich das nun ändern. PolarNEWS In den Nestern der Dreizehenmöwe leben Insekten und Milben. Diese werden von den Vögeln verschleppt. Wind Schiff Golfstrom Transpolare Drift Wind Flugzeug Vielfältige Einwanderungsmöglichkeiten. Das vierkantige Heidekraut ist aus Grönland nach Spitzbergen eingewandert. Seine Samen sind klein und leicht und werden vom Wind getragen. Polar NEWS 31

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