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PolarNEWS Magazin - 10

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Für aussergewöhnliche

Für aussergewöhnliche Leistungen Heiner Kubny Fotograf, ist von Pinguinen fasziniert , reiste 21-mal in die Antarktis, verwendete Energizer Ultimate Lithium bei –40°C ARDA SA Geneva *Im Vergleich zu herkömmlichen AA und AAA Alkali-Batterien. Ergebnisse können je nach Kamera variieren. Verbrauchte Batterien der Verkaufsstelle zurückgeben. Die langlebigsten AA und AAA Batterien der Welt in High-Tech Geräten halten bis zu 7-mal länger in Digitalkameras* hervorragende Leistung auch bei Temperaturen von –40°C bis +60°C 33% leichter als eine Alkali-Batterie der gleichen Grösse 15 Jahre lagerfähig Experience the Energy 16 Polar NEWS

Zum Verwechseln ähnlich: Der norwegische Krill (Meganyctphanes norvegica). Das Wort Krill stammt aus dem Norwegischen und bedeutet Walnahrung. appetitliche Farbe, sein geringer Gehalt an Giftstoffen lässt den Krill gegenüber den herkömmlichen Fischprodukten hervorstechen. Die Nachfrage nach Krillprodukten wächst also rasant. Dieser Umstand und die Tatsache, dass die Krillfischerei auf der Nordhalbkugel mit gesetzlichen Einschränkungen zu kämpfen hat, konzentriert das Interesse der Industrie auf die Krillbestände des Südozeans rund um die Antarktis. Dort wird sich der Jagddruck auf diese Krebschen innert kurzer Zeit noch weiter erhöhen. Probleme zeichnen sich denn auch seit längerem ab. So überschneiden sich die Krillfangregionen weitgehend mit den Brutund Nahrungsgebieten von Pinguinen und Robben, weil die Fangschiffe hauptsächlich in den Küstengebieten aktiv sind. Zudem weiss niemand, wie viel Krill tatsächlich im Südozean vorkommt – die Bestands schätz - ungen sind zu ungenau. Wie viel Krill brauchen Wale, Pinguine & Co. tatsächlich zum Überleben? Und in welchem Masse beeinflussen Zu- und Abwanderungen an Krill die Bestandszahlen in den einzelnen Fang - gebieten? Streit um Regelungen Im Jahre 1982 wurde im Rahmen des Ant - arktisvertrages das «Übereinkommen über die Erhaltung der lebenden Meeres schätze der Antarktis» gegründet (CCAMLR / Con - vention on the Conservation of Antarctic Marine Living Resources). Dieses Ab - kommen versucht, den Erhalt und den Schutz der Meerestiere mit dem Krillfang in Einklang zu bringen. Die CCAMLR ist das erste internationale Fischereiabkommen, in dem auch ökosystemische und vorbeugende Ansätze einfliessen. Die Schlüsselposition von Krill im antarktischen Ökosystem spielt bei der For mulierung der Grundprinzipien der CCAMLR eine grosse Rolle. Trotz eines fortschrittlichen Ansatzes sieht sich dieses Abkommen wachsender Kritik ausgesetzt, so etwa deshalb, weil die Fangquoten für riesige Ge - biete gelten, die Fänge selbst aber schliesslich auf nur rund einem Fünftel dieser Flächen stattfinden. Mehrere Fischereinationen sperrten sich kürzlich gegen eine Verfeinerung der Quoten- und Gebietsaufteilung trotz Nach - weisen, dass die derzeitige Fischereipraxis Krillfresser wie Pinguine und Fische negativ beeinflusst. Es fehlt an ausreichender Überwachung der Fangschiffe, und unterschiedliche Umrechnungsfaktoren vom verarbeiteten Fang zurück zum Originalgewicht könnten die effektiv gemeldeten Mengen vier Mal kleiner erscheinen lassen. Immerhin gilt seit diesem Jahr eine neue Regel, nach welcher nur noch maximal 11’250 Tonnen Krill der zugewiesenen Quote näher als 60 Seemeilen (111 Kilo - meter) von Kolonien krillfressender Tier - arten gefangen werden dürfen. Der Antarktische Krill, die kleine Leucht - garnele aus den Weiten des Südozeans, hat wie kein anderes Tier dieser Weltgegend die Vorstellungskraft von Biologen, Politikern und Industriellen gleichermassen angeregt. Es bleibt zu hoffen, dass dem Schutz - gedanken grösseres Gewicht beigemessen wird als der Profitgier. Nichts wäre schlimmer, als den Walen, Robben und Pinguinen der Antarktis jetzt auch noch die Nahrung streitig zu machen. PolarNEWS Die Krillfresser Wichtige Tierarten, die unmittelbar vom Krill als Nahrungsquelle abhängen - Seevögel konsumieren im allgemeinen grosse Mengen an Krill. Adéliepinguine allein vertilgen über vier Fünftel allen Krills, der von Seevögeln in der Antarktis konsumiert wird. - Pinguine: Kaiserpinguin, Adéliepinguin, Zügel- oder Kehlstreifpinguin, Goldschopfoder Macaronipinguin, Eselpinguin, Felsenpinguin - Albatrosse: Schwarzbrauenalbatros, Graumantel-Russalbatros, Graukopfalbatros - Sturmvögel: Riesensturmvogel, Hallsturmvogel, Antarktissturmvogel, Kapsturmvogel, Schneesturmvogel, Sturmtaucher (mehrere Arten), Weisskinnsturmvogel - Sturmschwalben und Walvögel - Robben: Krabbenfresserrobbe, Seeleopard, Weddellrobbe, Rossrobbe, Seebär - Wale: Zwergwal, Blauwal, Finnwal, Seiwal, Buckelwal - Fische und Kalmare/Tintenfische: Einige Fischarten und Kalmare im südlichen Ozean leben von Krill. Genaue Daten über die Population der Kalmare fehlen, man nimmt jedoch an, dass sich diese Tier - gruppe auch von anderen Organismen ernährt. Polar NEWS 17

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