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PolarNEWS Magazin - 1

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Expedition Oben:

Expedition Oben: «Kindergarten» der jungen Pinguine. Das Zusammenrücken bietet Schutz vor Sturm und Kälte. aufnahmen versprechen uns wolkenlosen Himmel nach einer Stunde Flugzeit. Über Funk teilt man uns mit, dass soeben die Herkules in Punta Arenas gestartet sei. Das bedeutet, dass wir in Patriot Hills sofort umsteigen können und noch heute aus der Antarktis in die Zivilisation zurückkehren werden. Auf halbem Weg müssen die Piloten die Twin Otter betanken. Sieben Flug - minuten, bevor wir unser Treibstoff depot erreichen, müssen wir mit Schrecken Boden - nebel feststellen. Mit GPS suchen wir unsere Fässer, finden diese nicht und müssen zurückfliegen, bis wir wieder Bodensicht haben. Also setzen wir erneut zu einer Landung im Eis an. Zuerst zeichnet unser Pilot Kari Zberg mit den Kufen nur eine Spur in den Schnee, fliegt zurück und schaut sich die Situation an. An den Spuren kann er Unebenheiten erkennen. Zwei-, dreimal wiederholt er das Prozedere, bis er sicher ist, gefahrlos aufzusetzen zu können. Sechs Stunden warten wir untätig. Da sich die Wetterlage nicht verändert, müssen wir erneut unsere Zelte auspacken und ein Camp einrichten. Der Traum vom saftigen Steak in Punta Arenas zerplatzt wie eine Seifenblase. Vier lange Tage warten wir, bis sich der Nebel verzogen hat. Endlich zurück in Patriot Hills, erfahren wir, dass frühestens in drei bis vier Tagen mit dem Rückflug gerechnet werden kann. Zurück in die Zivilisation Am 6. Dezember, meinem fünfzigsten Ge - burtstag, ist es soweit. Um 3 Uhr morgens werden wir zum Frühstück geweckt, denn keiner will die Ankunft der Hercules, die um 5 Uhr erwartet wird, verpassen. Wir stehen in der Nähe der Landebahn und beobachten bei minus 37 Grad, wie die Hercules nach dem Überfliegen des Camps und einer langen Rechtskurve elegant auf dem Eis aufsetzt. Nach über drei Wochen Eis bei Tempe raturen bis zu - 40 Grad beladen wir die Hercules, die uns nach Punta Arenas zurückbringt. Selbst - Unten: Die Kaiserpinguine geniessen nach dem Sturm die wärmende Abendsonne. ver ständlich nehmen wir alles wieder mit zurück, was wir in die Antarktis mitgebracht haben, selbst Toiletten- und Küchen abfälle. So beachten wir eines der wichtigsten Gebote für Expeditionen in die Ant arktis: Nichts, ab - solut nichts zurücklassen. Müde, aber überglücklich sitzen wir im Flugzeug und lassen noch einmal die letzten Wochen Revue passieren. Nach sechs Stunden Flug erreichen wir Punta Arenas. Sofort telefoniere ich nach Santiago de Chile, um mir einen Platz für den Heimflug zu sichern. Bereits zwei Stunden später bin ich unterwegs nach Santiago de Chile. Am nächsten Morgen werde ich in die Schweiz zurückfliegen. Sieben Wochen sind seit meiner Abreise in Zürich vergangen, geplant waren lediglich drei Wochen. Zu Hause in der warmen Stube erinnere ich mich an die erste Frage nach meiner Ankunft in Punta Arenas: Wieviel Zeit hast du mitgebracht? www.pinguine.ch 10 Polar NEWS

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