Aufrufe
vor 5 Monaten

Infobroschüre_Spitzbergen_de

  • Text
  • Spitzbergen
  • Bord
  • Tage
  • Plancius
  • Schiff
  • Arktis
  • Reisepreises
  • Longyearbyen
  • Fenster
  • Kategorie

RAUES LAND

RAUES LAND ////////////////////////////////////////////////////////////////////////////// DER SOMMER IST KURZ UND KÜHL, DOCH DER WINTER IST VARIABEL UND SCHON ENTWICKELT SICH EINE GANZ BESEONDERE UND EINZIG- ARTIGE LEBENSWELT SPITZBERGEN IST EIN ARKTISCHER SONDERFALL: Der Sommer ist kurz und kühl, wie üblich in den geografischen Lagen zwischen dem 74. und dem 81. nördlichen Breitengrad. Der Winter ist jedoch weniger arktisch als in anderen nördlichen Gebieten, zumindest an der Westküste. Denn hier sorgt der Ausläufer des Golfstroms für wärmere Temperaturen als im Norden und Osten und hält die Fjorde weitgehend eisfrei. Auch für Tiere bietet der Archipel mehr Möglichkeiten als andere arktische Regionen. Entsprechend sind auf diesem Archipel mit über 400 Inseln und Schären vor allem die arktischen Säugetiere oft anzutreffen: Rentiere und Polarfüchse, Wale, Robben und natürlich Eisbären, von denen 3000 in der Gegend leben – das Eisbären-Warnschild an der Ortsgrenze von Longyearbyen ist eines der berühmtesten Fotomotive von Spitzbergen. Ein Detail am Rande: Die meisten Berge von Spitzbergen sind nicht wirklich spitz, sondern eher tafelförmig. Schmale Gipfel findet man nur auf der Westseite der Insel. Genau die hat Willem Barents zuerst gesehen, als er das Archipel 1596 entdeckte – und ihm den Namen Spitzbergen gab. DIE SPEZIELLE VOGELWELT SPITZBERGENS: Auf Svalbard finden mehr als 150 Vogelarten einen Platz, meist nur im Sommer. Dort, wo sich die Vögel niederlassen, tun sie das in grosser Zahl. Beispielsweise am Alkefjellet, einem Küstenabschnitt in der Hinlopenstrasse. Hier versammeln sich jedes Jahr unzählige Dickschnabellummen für ihr Brutgeschäft in den beinahe senkrechten Basaltklippen – eine gigantische Eruption des Lebens inmitten der wilden, kargen Landschaft. Besuchern empfehlen wir das Tragen einer Kopfbedeckung, denn nicht immer kommt Gutes von oben. SVALBARD – ARKTIS IN DER NUSSSCHALE: Der ganze Archipel ist in vielerlei Hinsicht speziell. Hier findet sich beinahe alles, was die Arktis als Ganzes ausmacht, sowohl biologisch, wie auch geologisch oder glaziologisch. Dies hat schon immer Forscher aus der ganzen Welt angezogen, um hier unser Verständnis über die polaren Regionen zu vergrössern. Ny Ålesund, einst ein Kohlebergbauort, ist heute ganzjährig die Heimat von Wissenschaftlern und Technikern. Und Longyearbyen, das Zentrum des von Norwegen verwalteten Archipels, ist der Standort der nördlichsten Universität der Welt. Die Menschen, die auf Svalbard leben, kamen einst von überall her: Europa, Russland, Amerika, Asien. Svalbard ist international, nicht nur durch den Svalbardvertrag von 1920. Wo früher Glücksritter und Arbeiter eine Heimat fanden, kommen heute Touristen aus aller Herren Länder per Flugzeug oder Schiff an, um meistens eines der letzten wahren Wildnisgebiete der Erde zu erleben.

6 – 7

© 2015 by PolarNEWS • Redaktion Heiner Kubny – Impressum